Der Anteil ausländischer Beschäftigter in der Pflege ist binnen zehn Jahren von sieben auf rund 20 Prozent gestiegen und dast jede fünfte der rund zwei Millionen Pflegekräfte in Deutschland stammt aus dem Ausland. Darauf hat die Bundesagentur für Arbeit anlässlich des anstehenden „Tags der Pflege“ am 12. Mai hingewiesen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Ohne Zuwanderung wäre der wachsende Bedarf nach Angaben der Arbeitsagentur nicht mehr zu decken.
Die Pflege gehört seit Längerem zu den wenigen Bereichen mit Beschäftigungswachstum in Deutschland. Dieses Wachstum kommt nach Angaben der Behörde jedoch fast ausschließlich durch ausländische Arbeitskräfte zustande.
„Um die Pflege zu stärken, müssen die inländischen Potenziale weiter erschlossen werden und gleichzeitig ausländische Fachkräfte für die Pflege gewonnen werden“, sagte Vanessa Ahuja, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur, laut dpa.
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Beschäftigung in zehn Jahren um 22 Prozent gestiegen
In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Pflegeberufen um 22 Prozent auf 1,76 Millionen gestiegen, teilte die Bundesagentur mit. Rund die Hälfte der Beschäftigten arbeitet demnach in Teilzeit. Der Frauenanteil liegt bei 81 Prozent.
Der Anteil ausländischer Beschäftigter in der Pflege hat sich nach Angaben der Behörde in diesem Zeitraum nahezu verdreifacht – von sieben auf etwa 20 Prozent. Allein 9300 Männer und Frauen aus Syrien arbeiten den Angaben zufolge in Deutschland in Pflegeberufen.
Sowohl examinierte Fachkräfte als auch Assistenzkräfte gelten in Deutschland laut Bundesagentur als Engpassberufe, in denen das Angebot an Arbeitskräften die Nachfrage nicht deckt. Prognosen zufolge bleibt der Bedarf an Pflegekräften hoch. (mit dpa)
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