2. Bundesliga

Erster Arbeitstag bei 33 Grad: Aber Marcel Lotkas fühlt sich bei Energie Cottbus schon wohl

Nach dem Trainingsauftakt spricht der Ex-Herthaner offen über seinen Wechsel in die Lausitz, und erklärt warum er das Vertrauen von Sekunde eins an spürt.

3 Min
Die neue Nummer eins: Torhüter Marcel Lotka begründet seine Entscheidung für Energie Cottbus.

Die neue Nummer eins: Torhüter Marcel Lotka begründet seine Entscheidung für Energie Cottbus.

© IMAGO/Fotostand / Weiland

Vor vier Jahren hatte Marcel Lotka noch für Hertha BSC in der Bundesliga gespielt. In der Folge lief er aber lange in der 3. Liga für Borussia Dortmund II auf und musste in der Vorsaison bei Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf meist auf der Bank Platz nehmen. Jetzt will der 25-Jährige beim FC Energie Cottbus endlich den nächsten Schritt machen und sich als Stammkeeper in der 2. Bundesliga etablieren.

Lotka startet als Nummer eins bei Cottbus

Bei 33 Grad Celsius und praller Sonne absolvierte er am vergangenen Mittwoch seine erste Trainingseinheit bei Energie Cottbus. „Ja, sehr warm“, beschrieb er im Anschluss seine Eindrücke am ersten Arbeitstag. Der hat ihm trotz der Hitze Spaß gemacht. „Ich muss schon sagen, dass ich mich seit Tag eins heute wohlfühle. Die Jungs haben mich gut aufgenommen, und ich bin glücklich, hier zu sein.“

Unter dem Energie-Logo war auf seiner Brust die Nummer eins zu erkennen; ein Hinweis darauf, dass der Verein und der Trainer ihm für die kommende Saison das Vertrauen schenken werden. „Das ist ein guter Karriereschritt für mich persönlich. Bei Hertha bin ich damals durch Verletzungen reingerutscht, vielleicht auch mit ein bisschen Glück, dass Tayfun Korkut und Felix Magath auf mich gesetzt haben. Aber jetzt ist es eine andere Situation, und darauf freue ich mich sehr.“

Während seiner Zeit bei Hertha habe er auch schon Bekanntschaft mit dem Energie-Stadion gemacht. Als Torwart der Zweitvertretung der Alten Dame absolvierte er seine ersten Einsätze im Erwachsenenbereich in der Regionalliga Nordost – einen davon ausgerechnet in der Lausitz. „Das waren mehr oder weniger meine ersten Spiele vor so einem Publikum, weil ich davor aus der Jugend kam. Das war schon etwas Besonderes für mich, vor dieser Kulisse zu spielen“, sagte Lotka.

Er rettete Hertha vor vier Jahren noch in die Relegation: Jetzt will Marcel Lotka bei Energie Cottbus den Klassenerhalt schaffen.

Er rettete Hertha vor vier Jahren noch in die Relegation: Jetzt will Marcel Lotka bei Energie Cottbus den Klassenerhalt schaffen.

© IMAGO/Christopher Neundorf

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Lotka habe aber auch persönliche Verbindungen zur Stadt. „Meine Großeltern kommen eine halbe Stunde von hier. Wir sind früher, als ich ein kleines Kind war, manchmal mit dem Auto hier vorbeigefahren.“

Lotka will Vertrauen zurückzahlen

Ausschlaggebend für den Wechsel zu Cottbus waren aber die Gespräche mit dem Trainerteam aus Cottbus. „Besonders auch der Austausch mit Alexander Sebald, unserem Torwarttrainer“, sagte Lotka. Er betonte: „Wir haben die gleichen Ziele für die Mannschaft und für den Verein. Die Vision hat mir gefallen und ich habe das Vertrauen von der ersten Sekunde an gespürt.“

Dieses Vertrauen will er nun zurückzahlen. Am besten für ihn und seinen Verein tut er das mit Leistungen, die für den FC Energie Cottbus im Klassenerhalt münden. Erst einmal darf sich der Keeper aber auf seine erste Saison freuen, in die er als Stammtorwart eines Zweitligisten startet – und auf das Wiedersehen mit der Hertha.

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