Verkehrsunfall

Straßenbahnunfall in Berlin-Adlershof: Frau unter Tram eingeklemmt und in Lebensgefahr

Erneut kam es in Berlin zu einem Straßenbahn-Unfall, diesmal im Bezirk Treptow-Köpenick. Die Tram erfasste eine Fußgängerin, die von der Feuerwehr mit einem Kran befreit wurde.

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Bei einem Straßenbahnunfall in Adlershof wurde am Freitag eine Frau lebensgefährlich verletzt.

Bei einem Straßenbahnunfall in Adlershof wurde am Freitag eine Frau lebensgefährlich verletzt.

© Jürgen Heinrich/Imago

Bei einem schweren Unfall an einer Straßenbahn-Haltestelle in Berlin ist eine Frau unter einen Wagen geraten und lebensgefährlich verletzt worden. Die Feuerwehr war mit 44 Kräften im Einsatz, um die Eingeklemmte zu befreien.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Berliner Feuerwehr am frühen Freitagnachmittag an der Tram-Haltestelle Walther-Nernst-Straße an der Rudower Chaussee im Ortsteil Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick. Der Alarm sei um 13.34 Uhr eingegangen, teilte die Feuerwehr mit. Beim Einfahren der Straßenbahn in die Haltestelle sei die Fußgängerin erfasst und unter dem Wagen eingeklemmt worden.

Notärzte vor Ort, Tram mit Spezialkran angehoben

Ein Feuerwehrsprecher sagte, Sanitäter und Notärzte hätten um das Leben der jungen Frau gekämpft und sie unter anderem mit Blutkonserven versorgt. Zunächst sei ein Rettungshubschrauber alarmiert worden, später vorsichtshalber ein zweiter, um weitere Blutkonserven an die Einsatzstelle zu bringen. Zum Einsatz kam laut Feuerwehr auch ein speziell zur Versorgung von Schwerstverletzten ausgestatteter Rettungshubschrauber.

Zur Befreiung der Frau forderten der Technische Dienst der Feuerwehr und Fachleute der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) einen mobilen Spezialkran an. Mit diesem BVG-Kran sei die Straßenbahn angehoben und anschließend von der Feuerwehr gegen ein Absacken gesichert worden, hieß es in der Mitteilung. Erst danach habe die Frau geborgen und mit einem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht werden können.

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Fahrer und Zeuge unter Schock betreut

Der Fahrer der Straßenbahn stand nach Angaben der Feuerwehr unter dem Eindruck des Geschehens und wurde betreut, bevor er an Kollegen übergeben wurde. Ein weiterer Zeuge sei ebenfalls betreut und in ein Krankenhaus gebracht worden. Insgesamt sei die Feuerwehr rund eine Stunde vor Ort gewesen.

Nach Abschluss der rettungsdienstlichen Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Diese hat nach Angaben der Feuerwehr die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Erst Anfang Juni waren zwei Straßenbahnen in Berlin-Hohenschönhausen miteinander kollidiert, wobei 20 Menschen verletzt wurden. In Weißensee war Anfang Mai ein Kind von einer Straßenbahn angefahren und lebensgefährlich verletzt worden.

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