In der Lausitz ist nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) Europas größter künstlich geschaffener Seenverbund eröffnet worden. Die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU), gaben den Verbund am Sedlitzer See im brandenburgischen Neu-Seeland frei.
Erstmals sind damit Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See über schiffbare Kanäle miteinander verbunden. Die LMBV sprach von einem „historischen Meilenstein“. Die zusammenhängende Wasserfläche beträgt nach Angaben der Gesellschaft rund 5100 Hektar. Das entspricht etwa der Hälfte der Wasserfläche der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern. Der Tourismusverband Lausitzer Seenland bezifferte die Fläche auf etwa 5300 Hektar.
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Drei neue Kanäle geöffnet
Bisher gab es in der Region zwei befahrbare Wasserstraßen. Mit der Eröffnung kamen der Sornoer Kanal, der Rosendorfer Kanal und der Ilse-Kanal hinzu. Geplant ist, weitere Seen durch Kanäle anzubinden.
Woidke und Kretschmer fuhren vor dem Festakt getrennt mit jeweils einem Polizeiboot durch zwei der neuen Kanäle. Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Kommunen und Behörden nahmen an der Eröffnung teil.
Aus Tagebauen wurden Seen
„Die Lausitz insgesamt, die sächsische und die brandenburgische Lausitz ist damit noch attraktiver geworden“, sagte Woidke vor der Abfahrt. „Es sind Arbeitsplätze entstanden, der Tourismus ist vorangekommen.“ Für ihn persönlich sei die Eröffnung etwas Besonderes, betonte der Ministerpräsident. Woidke war am Rande des Tagebaus Jänschwalde aufgewachsen.
Die fünf Seen entstanden aus gefluteten Braunkohletagebauen. Der Senftenberger See wurde bereits in den 1970er Jahren eröffnet und war damit der erste See des heutigen Verbunds. Der Zusammenschluss soll dem Tourismus in der Lausitz nach Angaben des Tourismusverbands zusätzliche Impulse geben. (mit dpa)
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