Betrüger versenden derzeit in Sachsen gefälschte E-Mails im Namen des Bundeskriminalamts (BKA), in denen sie den Empfängern schwere Internetstraftaten vorwerfen und mit Haftbefehlen drohen. Ziel sei es, an sensible persönliche Daten und Ausweiskopien zu gelangen, teilte die Verbraucherzentrale Sachsen mit.
Die Nachrichten seien häufig von einem angeblichen „Oberstabsfeldwebel“ gezeichnet und enthielten Dateianhänge mit BKA-Briefkopf, die täuschend echt wirkten. Darin werde mit Haftbefehlen, Einträgen in Straftäterregister und einer Weitergabe der Vorwürfe an die Medien gedroht, so die Verbraucherschützer. Um das angebliche Verfahren abzuwenden, sollten die Betroffenen innerhalb von 72 Stunden eine Stellungnahme sowie eine Kopie ihres Reisepasses per E-Mail übermitteln.
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Warnung: Keine Ausweisdokumente per Mail verschicken
„Die Täter erzeugen bewusst massiven Druck und spielen mit der Angst vor dem Gesetz“, erklärte Heike Teubner, Leiterin der Verbraucherzentrale Sachsen in Auerbach, in einer Pressemitteilung vom 3. Juli 2026. Wer auf die Forderungen eingehe und Pass oder Ausweis verschicke, öffne „Tür und Tor für gravierenden Identitätsdiebstahl“. Teubner betonte, keine deutsche Ermittlungsbehörde verschicke Vorladungen per ungesicherter E-Mail oder fordere auf diesem Weg Ausweisdokumente an.
Die Verbraucherzentrale riet dringend dazu, sich von den offiziell wirkenden Schreiben nicht einschüchtern zu lassen. Empfänger sollten nicht antworten, keine Anhänge öffnen und keine persönlichen Dokumente übermitteln. Stattdessen sei es ratsam, die Nachrichten umgehend zu löschen oder Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.
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