Protest

Rheinmetall: Demonstranten blockieren erneut Fabrikgelände – Polizisten verletzt

Die Rheinmetall-Fabrik in Berlin-Gesundbrunnen wird schon wieder von Demonstranten blockiert. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

2 Min
In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Protestaktionen gegen das Unternehmen Rheinmetall.

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Protestaktionen gegen das Unternehmen Rheinmetall.

© Sebastian Gollnow

Am Donnerstagmorgen haben erneut Demonstranten die Rheinmetall-Fabrik in Berlin-Gesundbrunnen blockiert. Die Polizei ist mit mehreren Beamten vor Ort. Nach Angaben der Polizei versuchten gegen 6.30 Uhr rund 100 Demonstranten die Zufahrtstraße zu dem Firmengelände zu blockieren.  Wie die Polizei mitteilt, konnten die Beamten verhindern, dass sich die Demonstranten vor dem Geländeeingang festkleben.

Die Identitäten von 60 Personen wurden festgestellt. Zwei Personen wurden wegen tätlichen Angriffs festgenommen. Nach Angaben der Polizei mussten die Beamten körperlichen Zwang einsetzen. Zwei Polizeibeamte wurden dabei verletzt und mussten zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus.

Protest richtet sich gegen das Unternehmen

Vor Ort ist auch eine Band, die Musik spielt. Ein Demonstrant soll eine Palästinaflagge zeigen. Die Polizei ist mit etlichen Fahrzeugen vor Ort, um den Protest zu begleiten. Die Scheringstraße ist rund um die Fabrik weiträumig abgesperrt. In den letzten Monaten war es immer wieder zu Protesten vor dem Gelände gekommen.

Das Unternehmen Rheinmetall Waffen Munitions GmbH hat angekündigt, seine Produktion auf die Herstellung von Munition umzustellen.

GdP-Landeschef sieht wachsende Gewaltbereitschaft

Zu der Protestaktion äußerte sich GdP-Landeschef Stephan Weh: „Wir wünschen unseren verletzten Kollegen alles Gute. Diese Guerilla-Aktionen bei Rheinmetall ziehen sich schon wieder seit mehreren Wochen. Gegen Krieg und Rüstung auf die Straße zu gehen, ist legitim. Aber hier reden wir über Straftaten, gegen die im Rechtsstaat vorgegangen werden muss. Gleichzeitig beobachten wir eine Professionalisierung und wachsende Gewaltbereitschaft. Das heute war eine orchestrierte Aktion, bei der unsere Einsatzkräfte fast schon in einen Hinterhalt gelockt wurden. Wir können Politik nur davor warnen, das zu bagatellisieren oder sogar mit diesen Angriffen auf unsere Demokratie zu sympathisieren.“

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