Dass Jürgen Klopp am Freitagvormittag als neuer Bundestrainer in der DFB-Zentrale in Frankfurt vorgestellt wird, ist längst keine Überraschung mehr. Spätestens seit der Trennung von Julian Nagelsmann galt der frühere Trainer des FC Liverpool als designierter Nachfolger. Nun beginnt offiziell die Klopp-Ära – begleitet von der ersten prominenten Kritik.
Dietmar Hamann findet DFB-Entscheidung überstürzt
Der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann hält dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor, sich zu früh und zu einseitig auf Klopp festgelegt zu haben. Bei Sky Austria sagte der 52-Jährige, der Verband habe nach dem Aus von Nagelsmann überhastet gehandelt.
„Ich glaube, dass man da auch wieder etwas überstürzt gemacht hat. Man hat bis Mitte September Zeit, also lasst euch doch mal etwas Zeit“, sagte Hamann. Aus seiner Sicht hätte sich der DFB intensiver mit weiteren Kandidaten beschäftigen müssen, anstatt sich früh auf Klopp zu konzentrieren.
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Als Beispiel nannte Hamann den langjährigen französischen Nationaltrainer Didier Deschamps. Ob dieser überhaupt Interesse an der Aufgabe gehabt hätte, wisse er zwar nicht. Der DFB hätte ihn aber zumindest anfragen sollen. In Italien wird schließlich auch mit Pep Guardiola verhandelt. „Vielleicht würde es uns auch mal nicht schlechttun, einen Ausländer zu holen, damit er andere Ideen in den Verband bringen kann“, erklärte Hamann.
Dass Klopp letztlich den Zuschlag erhielt, überrascht den TV-Experten dennoch nicht. Der 59-Jährige sei „Everybodys Darling“ und aufgrund seiner Rolle bei Red Bull zumindest teilweise verfügbar gewesen. „Was er da in den letzten Jahren gezeigt hat, ist, dass er das Beste aus den Leuten, aus Mannschaften rausholt, und deswegen lassen wir uns mal überraschen“, sagte Hamann.
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Die Personalie Klopp war in den vergangenen Wochen praktisch nur noch Formsache. Bereits kurz nach der Freistellung von Nagelsmann waren erste Berichte über Kontakte zwischen dem DFB und dem früheren Meistertrainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool aufgekommen. Mit der offiziellen Vorstellung endet nun die wochenlange Hängepartie – die Diskussion über den Auswahlprozess allerdings dürfte gerade erst beginnen.
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