Betrugswarnung

Sparkasse-Phishing: Diese Mail droht mit Konto-Sperre – so schützen Sie sich

Eine Mail im Namen der Sparkasse warnt vor einer angeblichen Konto-Sperre und verlangt eine schnelle Freischaltung. Doch hinter dem roten Button steckt eine Falle. Woran Sie den Betrug erkennen.

4 Min
Betrüger verschicken derzeit gefälschte E-Mails im Namen der Sparkasse und drohen mit einer Konto-Sperre.

Betrüger verschicken derzeit gefälschte E-Mails im Namen der Sparkasse und drohen mit einer Konto-Sperre.

© Soeren Stache

Beim Sparkasse-Phishing setzen Betrüger derzeit auf eine besonders wirksame Masche: Sie verschicken täuschend echt gestaltete E-Mails im Namen der Sparkasse und drohen mit der Sperrung des Online-Bankings. Das berichtet das Portal Mimikama, auf das sich mehrere Verbrauchermedien beziehen.

Die Nachricht behauptet, aus Sicherheitsgründen sei eine neue Freischaltung nötig – über einen roten Button. Wer klickt, landet nicht bei seiner Bank, sondern auf einer gefälschten Seite. Dort sollen Kunden ihre Zugangsdaten eingeben, die direkt bei den Tätern landen. Ein echtes Sicherheitsupdate gibt es nicht. Wichtig für alle Sparkassen-Kunden: Wer die Warnsignale kennt, erkennt die Falle sofort.

Woran Sie die gefälschte Sparkassen-Mail erkennen

Schon die Absenderadresse verrät den Betrug. Statt einer offiziellen Sparkassen-Domain steht dort laut Mimikama die fremde Adresse „ashoj.com“. Diese gehört nach öffentlich zugänglichen Angaben zu einem Anbieter von E-Mail-Hosting – ein Hinweis darauf, dass hier eine fremde Adresse missbraucht oder vorgetäuscht wird.

Auch die Anrede passt nicht zu einer echten Banknachricht. Statt Ihres Namens findet sich eine allgemeine Begrüßung. Das ist ein klassisches Warnsignal.

Das dritte Merkmal ist der Zeitdruck. Die Absender drohen mit einer Sperre des Online-Bankings, damit Empfänger handeln, bevor sie Absender und Link genauer prüfen. Genau dieses Muster – Sperr-Drohung plus angebliches Sicherheitsupdate – nennt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als typischen Köder.

Was hinter dem Button wartet

Nach dem Klick erscheint zunächst eine manipulierte Seite mit einer vorgeschobenen Sicherheitsprüfung. Anschließend sollen Nutzer Angaben wie Bankleitzahl, BIC oder weitere Zugangsdaten eintragen.

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Sämtliche Informationen landen direkt bei den Tätern. Ein echtes Sicherheitsupdate findet zu keinem Zeitpunkt statt.

Besonders heikel: Nach Angaben des Computer-Notfallteams der Sparkassen-Finanzgruppe versuchen die Angreifer auf solchen Seiten teils auch, Opfer zur Freigabe unautorisierter Überweisungen zu bewegen. Freigabeaufträge in der Banking-App sollten Sie deshalb nur bestätigen, wenn Sie die Transaktion selbst veranlasst haben.

Sie haben geklickt? Das sollten Sie jetzt tun

Solange Sie keine Daten eingegeben haben, reicht es meist aus, die Seite sofort zu schließen. Öffnen Sie Ihr Online-Banking danach ausschließlich über die bekannte Sparkassen-App oder eine selbst eingegebene Webadresse.

Haben Sie dagegen Zugangsdaten, eine TAN oder eine App-Freigabe übermittelt, müssen Sie schnell handeln:

Sparkasse sofort informieren – über die offiziellen Kontaktwege. Online-Banking-Zugang sperren lassen. Konto auf unbekannte Buchungen prüfen.

Die verdächtige Mail selbst können Sie an Ihre Sparkasse weiterleiten oder einfach löschen.

Immer dieselbe Logik, wechselnde Vorwände

Die aktuelle Masche ist kein Einzelfall. Die Verbraucherzentrale warnte parallel vor einer sehr ähnlichen Variante, bei der ein angeblich ablaufendes „chipTAN-Verfahren“ als Vorwand dient. Auch hier: Zeitdruck und unpersönliche Anrede.

Betrüger wechseln also nur den Aufhänger, nicht das Prinzip. Wer den Ablauf einmal durchschaut, ist gegen die nächste Variante bereits gewappnet.

Verhalten bei Betrug: In Kürze

Beim aktuellen Sparkasse-Phishing drohen Betrüger mit einer Konto-Sperre und verlangen eine Freischaltung über einen Button. Warnsignale sind die fremde Absenderadresse „ashoj.com“, die allgemeine Anrede und der aufgebaute Zeitdruck. Die Sparkasse startet kein Sicherheitsupdate per E-Mail-Link. Wer nur geklickt hat: Seite schließen, Banking nur über App oder selbst eingegebene Adresse öffnen. Wer Daten oder Freigaben übermittelt hat: Sparkasse informieren, Zugang sperren, Konto prüfen.

Prüfen Sie verdächtige Banknachrichten immer über die offizielle App – und warnen Sie Familie und Freunde, die die Masche noch nicht kennen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Woran erkenne ich, dass die Sparkassen-Mail gefälscht ist?
An drei Merkmalen: der fremden Absenderadresse „ashoj.com“ statt einer offiziellen Sparkassen-Domain, der allgemeinen Anrede ohne Ihren Namen und dem Zeitdruck durch die angedrohte Konto-Sperre.

Was passiert, wenn ich auf den Button geklickt habe?
Sie landen auf einer gefälschten Seite mit einer vorgeschobenen Sicherheitsprüfung. Danach sollen Sie Daten wie Bankleitzahl oder BIC eingeben, die direkt bei den Tätern landen.

Ich habe nur geklickt, aber nichts eingegeben – was nun?
In der Regel genügt es, die Seite sofort zu schließen. Öffnen Sie Ihr Online-Banking danach nur über die bekannte Sparkassen-App oder eine selbst eingegebene Webadresse.

Ich habe Daten oder eine TAN eingegeben – was muss ich tun?
Informieren Sie unverzüglich Ihre Sparkasse, lassen Sie den Online-Banking-Zugang sperren und prüfen Sie Ihr Konto auf unbekannte Buchungen.

Verschickt die Sparkasse solche Sicherheitsupdates per Mail?
Ein echtes Sicherheitsupdate über einen E-Mail-Link findet nicht statt. Banking-Freigaben sollten Sie nur bestätigen, wenn Sie die Transaktion selbst veranlasst haben.

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