Der irische Musiker Glen Hansard ist tot. Der Oscar-Gewinner und Frontmann der Rockband The Frames starb im Alter von 56 Jahren bei einem Motorradunfall in Dublin. Das bestätigte seine Managementagentur ATC Management laut übereinstimmenden Medienberichten. Hansard galt als eine der prägenden Stimmen der irischen Musikszene und wurde durch den Film „Once“ international bekannt.
Der Unfall ereignete sich laut BBC am frühen Morgen im Westen Dublins. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine Kollision mit nur einem beteiligten Fahrzeug. Demnach war Hansard mit einem Motorrad unterwegs. Die Rettungskräfte wurden kurz vor 4.30 Uhr Ortszeit alarmiert. Trotz Behandlung an der Unfallstelle konnte der Musiker nur noch für tot erklärt werden.
Die Ermittler sprechen von einem laufenden Verfahren und bitten Zeugen um Hinweise. Zur genauen Unfallursache gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
Seine Familie reagierte mit einer knappen Stellungnahme. „Glens Familie ist zutiefst schockiert und untröstlich über diesen tragischen Verlust und bittet in dieser äußerst schwierigen Zeit um Privatsphäre“, teilte das Management laut Rolling Stone mit.
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Vom Straßenmusiker in Dublin zum Oscar
Glen Hansard wurde 1970 in Dublin geboren. Schon als Teenager stand er als Straßenmusiker in den Straßen der irischen Hauptstadt und spielte für Passanten.
Der Durchbruch kam mit dem Film „The Commitments“, in dem er den Gitarristen Outspan Foster verkörperte. 1990 gründete er die Band The Frames, mit der er zur festen Größe der irischen Rockszene wurde.
Weltberühmt machte ihn jedoch der Film „Once“ aus dem Jahr 2007. Für den Song „Falling Slowly“ gewann Hansard den Oscar für den besten Filmsong. Er schrieb und sang das Lied gemeinsam mit seiner Filmpartnerin und damaligen Lebensgefährtin Markéta Irglová.
Musiker bis zuletzt aktiv
Hansard blieb bis kurz vor seinem Tod musikalisch aktiv. Neben The Frames spielte er im Duo The Swell Season und veröffentlichte Soloalben, darunter „Didn't He Ramble“.
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