Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat sich gegen eine Festlegung auf eine Frau als nächste Bundespräsidentin ausgesprochen. „Aus meiner Sicht muss beides möglich sein“, sagte Frei in einem Fernsehinterview. Es spreche zwar einiges dafür, dass das Amt auch einmal von einer Frau ausgeübt werde, unumstößlich sei dies aber nicht. „Wir sollten da offen rangehen.“
Frei warnte zugleich vor voreiligen Personalentscheidungen. Er plädierte dafür, erst im Herbst nach den Landtagswahlen zu entscheiden. Dann stehe die Zusammensetzung der Bundesversammlung fest, sodass über Mehrheiten nicht mehr spekuliert werden müsse.
Kandidat aus den Parteien oder von außen?
Zu den Personaldebatten in der Union sagte Frei zu Welt TV, die Parteivorsitzenden sollten „miteinander sprechen“ und „die Für und Wider gegeneinander abwägen“. In „politisch turbulenten Zeiten“ könne dem Amt eine noch wichtigere Rolle als „Stabilitätsanker unserer Gesellschaft“ zukommen.
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Das nächste deutsche Staatsoberhaupt wird am 30. Januar kommenden Jahres von der Bundesversammlung gewählt. Diskutiert wird auch, ob der nächste Amtsinhaber oder die nächste Amtsinhaberin aus einer der Parteien kommen sollte – oder jemand ohne enge Bindungen in den Politikbetrieb, wie es beim früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck der Fall war. (mit dpa)
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