Iran und Oman haben sich nach iranischen Angaben auf eine neue Route durch die Straße von Hormus geeinigt. „Die geografischen Koordinaten der von beiden Seiten gewünschten Route wurden vereinbart“, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna. Laut Baghaei befinden sich Iran und Oman in der Endphase der Vorbereitung einer gemeinsamen Erklärung –„wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern“.
Baghaei fügte hinzu, eine Verständigung mit dem Oman könne „an sich nicht bedeuten, dass die Meerenge für durchfahrende Schiffe sicher geworden ist“. Er sagte demnach, dass „von den USA ausgehende Unsicherheitsfaktoren“ in der Meerenge weiterhin bestehen würden, darunter eine Seeblockade sowie „aggressive und bedrohliche Maßnahmen gegen Iran und seine Interessen“.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine hochrangige iranische Quelle und zwei regionale Beamte berichtet, dass der ausgehandelte Entwurf eine iranische Kontrolle über in den Golf einlaufende Schiffe vorsehe. Strittig sei noch, welche Rolle Teheran bei auslaufenden Schiffen erhalte. Eine Quelle gab zudem an, dass noch unklar sei, wie genau „Kontrolle“ definiert werde.
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Bericht: Uneinigkeit bei möglichen Gebühren
Nach Angaben der iranischen Quelle fordert Teheran Gebühren zwischen fünf und sieben Prozent des Ladungswerts, Oman schlage rund drei Prozent vor. Washington lehne jegliche Abgaben ab. Ein Ausweg könnte laut Reuters in nominell freiwilligen Zahlungen liegen. Eine implizite Drohung iranischer Angriffe könne jedoch dazu führen, dass Reedereien kaum das Risiko eingehen würden, ohne Zahlung durch die Meerenge zu fahren.
US-Präsident Donald Trump erklärte laut AP am Dienstagabend (Ortszeit) in Kalifornien, eine Ankündigung zur Straße von Hormus könne „morgen oder übermorgen“ erfolgen. „Es wurden bereits große Fortschritte erzielt“, sagte Trump. Er sagte jedoch auch, er werde „nicht zulassen, dass sie Gebühren erheben. Wenn jemand Gebühren erhebt, werden wir auch Gebühren erheben“. Eine weitere iranische Quelle sagte gegenüber Reuters: „Der Teufel steckt im Detail. Ein einziger Tweet von Trump könnte das Ganze zum Einsturz bringen.“
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