Asien

Erdbeben der Stärke 7,7 in Indonesien: Mindestens 38 Tote

Ein Beben der Stärke 7,7 hat die indonesische Insel Flores erschüttert. Nach Behördenangaben starben mindestens 38 Menschen.

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Indonesische Rettungskräfte durchsuchen ein beschädigtes Gebäude

Indonesische Rettungskräfte durchsuchen ein beschädigtes Gebäude

© Indonesian National Search and Rescue Agency Basarnas/Anadolu Agency/imago

Ein schweres Erdbeben in Indonesien hat unter anderem die im Osten des Landes gelegene Insel Flores erschüttert und mindestens 38 Menschen das Leben gekostet. Das teilte der Leiter der Nationalen Katastrophenschutzbehörde (BNPB), Suharyanto, laut der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag mit.

Das Beben erreichte laut dem Bericht eine Stärke von 7,7. Behörden lösten unmittelbar danach einen Tsunami-Alarm aus, hoben ihn jedoch später wieder auf. Rund 2000 Menschen brachten sich in Sicherheit, erklärte Suharyanto.

Mehrere Nachbeben

Nach Behördenangaben befand sich das Epizentrum etwa 70 Kilometer nördlich von Flores. Die indonesische Behörde für Meteorologie und Geophysik (BMKG) registrierte das erste Beben laut Reuters am frühen Morgen (Ortszeit) in einer Tiefe von etwa 15 Kilometern.

Es folgten mehrere Nachbeben. AFP zufolge erreichte eines davon die Stärke 6,1. Starke Erschütterungen waren nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde über mehrere Provinzen hinweg zu spüren, darunter Ost-Nusa-Tenggara, West-Nusa-Tenggara und Teile von Süd-Sulawesi.

BMKG verwies laut Reuters darauf, dass dieselbe Region bereits 1992 von einem Beben der Stärke 7,5 getroffen worden war, das umfangreiche Zerstörungen verursachte.

„Plötzlich begann es zu beben“

„Plötzlich begann es zu beben, und ich geriet in Panik“, schilderte Lukas Lotar, der in einem Krankenhaus in der Stadt Maumere arbeitet, gegenüber AFP. „Auch Patienten flohen aus dem Krankenhaus.“ Der 31-Jährige berichtete von Rissen in einigen Wänden.

Nach dem Beben gab die indonesische Wetter- und Erdbebenbehörde laut AFP zunächst eine Tsunami-Warnung für mögliche Wellen von bis zu drei Metern heraus. Die Katastrophenschutzbehörde rief Bewohner der Küstengebiete dringend auf, sich sofort in Sicherheit zu bringen. Auf den Straßen bildeten sich lange Staus.

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Das Meer zog sich zurück, ein Warnzeichen für einen Tsunami. Rund drei Stunden nach dem Beben wurde die Tsunami-Warnung laut Reuters aufgehoben.

Rettungskräfte kämpfen um Zugang

In Maumere fanden Rettungskräfte laut Fathur Rahman, dem Leiter der örtlichen Rettungsbehörde, zunächst 20 Tote und sechs Verletzte sowie zwei Menschen, die unter Trümmern eingeschlossen waren. Der Gouverneur der Provinz Ost-Nusa-Tenggara erklärte laut Reuters auf einer Pressekonferenz, mindestens fünf Menschen seien im Schlaf von herabstürzenden Trümmern getötet worden.

Besonders schwierig gestaltete sich der Zugang zur Region Nagekeo, die dem Epizentrum am nächsten liegt. Nach Angaben von Fathur war die Kommunikation dort gestört, Erdrutsche blockierten Straßen, wie Reuters berichtet. Ein Team versuchte, die Region per Fähre zu erreichen.

Indonesien liegt am Pazifischen Feuerring. Dabei handelt es sich dem Bericht zufolge um eine seismisch aktive Zone, wo verschiedene Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Das sorge für die Entstehung einer großen Anzahl von Vulkanen und Erdbeben. (mit AFP)

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