Iran-Krieg

Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein – USA verschärfen Druck

Irans Präsident Massud Peseschkian wirtschaftliche Probleme ein. Der US-Finanzminister kündigt einen „wirtschaftlichen ‚D-Day‘“ gegen den Iran an.

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Irans Präsident Massud Peseschkian

Irans Präsident Massud Peseschkian

© Iranian Presidency/ZUMA Press Wire/dpa

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat wirtschaftliche Schwierigkeiten in seinem Land eingeräumt. Der Iran sei „mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert“, erklärte er nach Angaben der dpa in einer Mitteilung.

Zudem sprach Peseschkian von „erheblichen Ungleichgewichten“ in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin. In der Erklärung schrieb er weiter, die Gegner des Iran hätten auf einen Zusammenbruch des Landes gehofft, jedoch habe das Volk „Widerstandsfähigkeit und Solidarität“ bewiesen.

Peseschkian: Iran hat „mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen“

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP sagte Peseschkian am Sonntag, er sei sich bewusst, „dass unsere Gesellschaft derzeit mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um eine Verschlimmerung der Lage zu verhindern“. Als Probleme nannte er demnach etwa Inflation, hohe Lebensmittelkosten und Arbeitslosigkeit.

Irans Wirtschaft steht laut dpa vor einer ihrer schwersten Krisen. Die Inflation sei zuletzt sprunghaft angestiegen, US-Sanktionen belasten das Land bereits seit Jahrzehnten. Der Krieg habe die Infrastruktur schwer beschädigt, auch Industriebetriebe wurden getroffen. Zusätzlich erhöht eine US-Blockade iranischer Häfen den Druck, die unter anderem die Ölexporte des Landes treffen soll.

USA kündigen „wirtschaftlichen ‚D-Day‘“ an

Die USA planen nach Angaben des Finanzministers Scott Bessent, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen. In einem Beitrag für die Financial Times sprach der Minister von dem Beginn der „Endphase“ des Krieges und kündigte einen „wirtschaftlichen ‚D-Day‘“ an, „die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde“. Nach Angaben von Reuters ist dazu für Montag eine Pressekonferenz geplant.

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Bessent sprach zudem von Ländern, die den Iran unterstützen, etwa indem sie iranisches Öl kaufen oder transportieren, und eine „Beschwichtigungspolitik“ verfolgen würden. „Sie täten jedoch gut daran, die Folgen einer Aufrechterhaltung dieser Politik zu bedenken“, sagte er, ohne konkrete Länder oder Maßnahmen zu nennen.

Mohsen Rezaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, drohte laut Reuters mit eigenen Maßnahmen. „Wenn der Wirtschaftskrieg andauert, wird kein einziger Tropfen Öl exportiert werden, weder durch die Straße von Hormus noch aus dem Persischen Golf“, schrieb er dem Bericht zufolge in sozialen Medien. Der Iran werde „die Beteiligung oder Unterstützung eines jeden Landes am amerikanischen Wirtschaftskrieg gegen das iranische Volk als Kriegshandlung betrachten“.

Druck auf Handelspartner

US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Mittwoch mit einem „wirtschaftlichen D-Day“ für den Iran gedroht. Kurz vor Trumps Ankündigung erklärten die mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate laut dpa, alle Handels- und Finanztransaktionen mit dem Iran vorerst auszusetzen.

Die Emirate, insbesondere Dubai, sind für den Iran laut dpa seit Jahren wichtige Standorte für die Abwicklung von Geschäften. Sollte ein weiterer wichtiger Partner wie die Türkei folgen, wären die Folgen „verheerend“, zitierte die New York Times den Experten Mahdi Ghodsi vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsstudien.

Laut Reuters hatte Bessent in diesem Zusammenhang etwa China zur Zusammenarbeit mit den USA aufgefordert; ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington erklärte dem Bericht zufolge jedoch, „Sanktionen und Druck“ würden nicht zur Lösung des Problems beitragen.

Parallel laufen Vermittlungsversuche. Pakistans Armeechef Asim Munir soll laut Reuters am Montag nach Teheran reisen, um zu vermitteln. Eine Quelle aus der pakistanischen Regierung sagte der Nachrichtenagentur, dabei würden auch die US-Drohungen neuer Sanktionen angesprochen werden. (mit dpa, AFP)

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