Das Rätsel um den ungewöhnlichen Flug eines amerikanischen Militärflugzeugs nach Moskau ist offenbar gelöst. CIA-Direktor John Ratcliffe sei am Dienstag zu Gesprächen in die russische Hauptstadt gereist, berichteten CBS News und Axios unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen.
Nach Angaben der CBS-Reporterin Jennifer Jacobs reiste Ratcliffe an Bord der Boeing C-17A Globemaster III, die am Morgen auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo gelandet war. Mit wem sich der CIA-Chef traf und worum es bei den Gesprächen ging, blieb zunächst unbekannt.
Die CIA äußerte sich auf Anfrage nicht. Auch die US-Regierung und die russische Regierung bestätigten den Besuch zunächst nicht. Der Kreml hatte erklärt, nichts von der Ankunft des Flugzeugs zu wissen. „Nein, mir liegen keine derartigen Informationen vor“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
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US-Militärmaschine flog über Riga nach Moskau
Der Flugverfolgungsdienst Flightradar24 hatte am Dienstagmorgen den Flug der C-17A von Riga nach Moskau aufgezeichnet. In sozialen Medien verbreiteten sich zudem Aufnahmen, die das Flugzeug kurz vor der Landung zeigen sollen. Nach der Ankunft wurde laut CBS News eine Fahrzeugkolonne mit amerikanischen Diplomatenkennzeichen in Moskau beobachtet.
Die Maschine mit der Kennung 07-7181 war am 23. August vom Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washington nach Riga geflogen. Am Dienstag setzte sie ihren Flug nach Russland fort.
Die C-17 ist ein schweres Transportflugzeug der US-Luftwaffe. Sie wird für den Transport von Truppen und Fracht eingesetzt, kann aber auch diplomatische Missionen unterstützen.
Erster bekannter Russlandbesuch als CIA-Chef
Nach Angaben von CBS News handelt es sich wahrscheinlich um Ratcliffes ersten bekannten Russlandbesuch seit seinem Amtsantritt als CIA-Direktor. Er steht jedoch seit Längerem mit Vertretern der russischen Geheimdienste in Kontakt.
Sein Vorgänger William Burns war zuletzt im November 2021 als CIA-Chef nach Moskau gereist. Burns traf damals hochrangige russische Vertreter und warnte Präsident Wladimir Putin vor einem Angriff auf die Ukraine.
Der jetzige Besuch fällt in eine Zeit, in der die von den USA vermittelten Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs weitgehend festgefahren sind. Ob Ratcliffes Reise damit zusammenhängt, ist bislang nicht bekannt.
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