Die US-amerikanische Country-Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin Dolly Parton ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 80 Jahren, wie ihre Familie mitteilte. Die Nachricht überbrachte ihr Neffe Brian Seaver in einer Videobotschaft auf Instagram. Er sprach im Namen der Familien Parton und Owens.
Parton zählte laut der Nachrichtenagentur Reuters zu den erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten. Weltweit verkaufte sie nach Angaben des Magazins People mehr als 160 Millionen Alben. Bekannt wurde sie mit Liedern wie „Jolene“, „9 to 5“ und „I Will Always Love You“, das durch die Version von Whitney Houston aus dem Film The Bodyguard zum weltweiten Erfolg wurde.
Aufstieg aus einfachen Verhältnissen
Geboren wurde Dolly Rebecca Parton am 19. Januar 1946 in Pittman Center im US-Bundesstaat Tennessee. Sie wuchs als eines von zwölf Kindern einer Farmerfamilie in ärmlichen Verhältnissen auf.
Bereits mit elf Jahren trat sie in einem lokalen Radiosender auf, mit 13 Jahren stand sie in der Grand Ole Opry in Nashville auf der Bühne. Nach dem Schulabschluss zog sie nach Nashville, wo ihre Karriere an der Seite des Country-Sängers Porter Wagoner begann.
Vielfach ausgezeichnet
Im Laufe ihrer Karriere gewann Parton nach Angaben des Magazins People elf Grammy Awards, darunter einen für ihr Lebenswerk, sowie zahlreiche weitere Preise.
Im Jahr 1999 wurde sie in die Country Music Hall of Fame aufgenommen, 2022 in die Rock and Roll Hall of Fame. Als Schauspielerin war sie unter anderem in den Filmen „9 to 5“, „Best Little Whorehouse in Texas“ und „Magnolien aus Stahl“ zu sehen. In Tennessee betrieb sie den Freizeitpark Dollywood.
Gesundheitliche Probleme nach Tod des Ehemannes
Vier Tage vor ihrem Tod hatte Parton dem Magazin People gesagt, sie kämpfe mit gesundheitlichen Problemen, die sie während der Pflege ihres Ehemannes Carl Dean vernachlässigt habe. Dean, mit dem sie seit 1966 verheiratet war, war im März 2025 gestorben. Trotz ihrer Beschwerden erklärte sie: „Ich habe mich in eine Ecke geträumt und habe noch so viele Dinge, die ich erreichen möchte.“ Eine für Dezember 2025 geplante Konzertreihe in Las Vegas hatte sie zuvor abgesagt.
Parton engagierte sich auch philanthropisch, unter anderem mit ihrem Leseförderprogramm Imagination Library, das Kindern in mehreren Ländern kostenlose Bücher zusendet.
Während der Corona-Pandemie spendete sie nach Angaben von Reuters eine Million US-Dollar für die Impfstoffforschung an der Vanderbilt University.
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