Unglück

Nach schwerem Sturm in der Sächsischen Schweiz: Hubschrauber fliegen Bäume aus

Nach der Unwetter-Katastrophe von Rathen laufen die Beräumungsarbeiten auf Hochtouren. Inzwischen ist auch ein Hubschrauber im Einsatz.

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Nach dem verheerenden Sturm vom 31. Juli unterstützen Hubschrauber bei der Beräumung der Schäden.

Nach dem verheerenden Sturm vom 31. Juli unterstützen Hubschrauber bei der Beräumung der Schäden.

© Marko Förster

Knapp vier Wochen nach dem schweren Unwetter vom 31. Juli 2026, das Teile der Sächsischen Schweiz verwüstete und ein Todesopfer forderte, hat die Nationalpark- und Forstverwaltung Sachsenforst mit einem großangelegten Hubschraubereinsatz zur Beseitigung der Sturmschäden begonnen.

Ein Lastenhubschrauber einer österreichischen Spezialfirma fliegt umgestürzte Bäume und Holzstämme rund um den Amselsee direkt aus der Luft aus, da das steile Gelände für schwere Forstmaschinen unzugänglich ist. Deswegen gibt es auch wieder neue Einschränkungen für Wanderer.

Wegen des Einsatzes sind die beiden Wanderparkplätze am Gamrig oberhalb von Rathen gesperrt. Auch der Gamrig selbst ist nicht zugänglich. Darauf weist die Nationalverwaltung hin und warnt eindringlich davor, Absperrungen zu ignorieren. Im Arbeitsbereich und entlang des Flugkorridors bestehe akute Lebensgefahr. Neben der Gefahr durch herabfallendes oder schwebendes Holz können weiterhin instabile Bäume und beschädigte Kronen unvermittelt zu Boden gehen. Ein zweiter Hubschrauber soll ab Montag eintreffen.

Zuvor wurden wichtige Rettungs- und Erschließungswege freigeschnitten, damit Forstfahrzeuge wie Harvester und Forwarder die Schadensorte erreichen können.

Ein Toter und mehrere Verletzte nach Sturm

Das Unwetter am späten Nachmittag des 31. Juli traf vor allem den Kurort Rathen und das Polenztal. Ein lokal eng begrenzter Sturm mit Starkregen und Orkanböen entwurzelte oder knickte hunderte Bäume um. Besonders dramatisch waren die Schäden am Amselsee und im Umfeld der Felsenbühne Rathen: Auf dem Basteiweg wurde ein Mann von einem stürzenden Baum erschlagen, drei Menschen wurden schwer, zehn weitere leicht verletzt.

Dass die Zahl der Opfer nicht höher ausfiel, führen die Verantwortlichen darauf zurück, dass die geplante Abendvorstellung der Felsenbühne noch nicht begonnen hatte und sich nur wenige Zuschauer auf den Waldwegen aufhielten. Neben den Personenschäden entstanden erhebliche Sachschäden an der Infrastruktur der Freilichtbühne und benachbarten Gebäuden und auch an einer Station der Bergwacht. Herabstürzende Äste unterbrachen zudem zeitweise die Stromversorgung der Region.

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Wegen akuter Lebensgefahr durch lose Äste und instabile Bäume hatte das Landratsamt kurz nach dem Ereignis Teile des Nationalparks per Allgemeinverfügung gesperrt. Die touristischen Hauptwege durch die Schwedenlöcher und den direkten Basteiweg konnten nach Sicherungsarbeiten inzwischen wieder freigegeben werden. Die Behörden mahnen Besucher dennoch weiter zur Vorsicht.

Die Aufräumarbeiten im betroffenen Gebiet sollen vorrausichtlich noch bis Mitte September andauern.

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