In Berlin sind im vergangenen Jahr 83 Menschen gestorben, während sie auf ein Spenderorgan warteten. Das geht aus einer Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine Anfrage der Fraktionen von Grünen und Linken hervor.
Demnach haben in der Hauptstadt im vergangenen Jahr lediglich 33 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Das sind rund ein Fünftel weniger als im Jahr zuvor. Ende April standen mehr als 400 Berliner auf der Warteliste für eine Transplantation. Der Großteil von ihnen benötigt eine neue Niere.
In Deutschland gilt die Entscheidungslösung
Vertreter mehrerer Fraktionen wollen heute mit einer Aktion im Abgeordnetenhaus auf die angespannte Versorgungslage aufmerksam machen. Sie fordern eine intensivere Beratung zum Thema Organspende sowie auf Bundesebene die Einführung einer Widerspruchsregelung.
Nach einer solchen Regelung wäre grundsätzlich jeder Mensch nach seinem Tod automatisch Organspender – es sei denn, er hat zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen. Bisher gilt in Deutschland die Entscheidungslösung, bei der einer Entnahme aktiv zugestimmt werden muss.
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Abgeordnetengruppe wendet sich gegen Widerspruchsregelung
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