Der Wörthersee in Kärnten ist seit Jahrzehnten ein beliebter Drehort für zahlreiche Heimatfilme, Komödien und Fernsehserien.
Das heutige Falkensteiner Schlosshotel Velden am Westufer des Sees war der zentrale Schauplatz der Serie „Ein Schloss am Wörthersee“ mit Roy Black. Auch das Parkhotel Pörtschach und die umliegenden Uferbereiche dienten oft als Kulisse für klassische Unterhaltungsfilme.
Unterhaltung soll nun auch eine neue Serienproduktion liefern, die seit ein paar Tagen an dem österreichischen Alpensee gedreht wird. Für den Pilotfilm „Die Rettungsschwimmer:innen vom Wörthersee“ hat die Mayer Film Produktion Stars wie Julian F.M. Stoeckel, Micaela Schäfer und Heino vor die Kamera geholt.
Heino hatte schon 2023 einen Gender-Eklat ausgelöst
Der Musiker aber ist mit dem gegenderten Filmtitel so gar nicht einverstanden. Er habe sehr schöne Drehtage am Wörthersee gehabt, schreibt er auf seinen Social-Media-Kanälen, „wo einst bereits mein lieber Kollege Roy Black als Hoteldirektor im Schlosshotel wirkte“.
Doch dann folgt auch schon die Einschränkung: „Weniger gefreut hat mich allerdings, dass der Filmtitel kurzerhand gendergerecht umbenannt werden sollte.“ Ihm sei das Projekt schließlich als „Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee“ angeboten worden.
Die jetzige Version der „Rettungsschwimmer:innen“ findet der 87-Jährige „total vertrottelt“. Heino macht seinem Ärger öffentlich Luft: „Da stehe ich nicht dahinter. Meines Erachtens besteht keine Notwendigkeit, unsere schöne deutsche Sprache so zu verhunzen.“
Jetzt ist’s vorbei: Warum ich nicht mehr gendere
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Tatsächlich kursierte schon Ende Juli ein Filmplakat bei Instagram, auf dem man den gegenderten Filmtitel benutzt hat. Ansonsten gendert die Regisseurin Stefanie Mayer in den Videos zum Projekt, der Hauptdarsteller Julian F.M. Stoeckel tut es nicht.
Viel Aufregung um nichts also? Ein bisschen PR für den Film? Immerhin hat Heino öffentlich gar mit Drehabbruch gedroht, sollte der Titel in der Gender-Form bestehen bleiben.
Das Filmteam jedenfalls dürfte ob des Wutausbruchs kaum überrascht sein. Immerhin hatte der „Blau blüht der Enzian“-Sänger schon 2023 mit scharfer Kritik am Gendern für Schlagzeilen und heftige Diskussionen in sozialen Netzwerken gesorgt.
Damals schimpfte Heino im Frühstücksfernsehen von Sat.1: „Leute, die so etwas wollen, denen hat man ins Gehirn geschissen. So wie wir im Rheinland sagen würden. Ich stehe da gar nicht zu. Ich werde weiter von der schwarzen Haselnuss singen, ich werde weiter ‚Lustig ist das Zigeunerleben‘ singen. Da lass’ ich mich von keinem Menschen abbringen. Das ist ein Stück Kulturgut. Das habe ich in den 60er-Jahren, in der Blütezeit des Beats, wieder populär gemacht. Und das soll auch so bleiben, wie es ist.“
Als kleinen Reminder postete Heino einen Ausschnitt aus der Sendung nun erneut auf seinen Kanälen. Der Zuspruch seiner Fans ist groß: „Absolut richtig so, Heino!“, heißt es da. Und: Er möge doch bitte standhaft bleiben.
Auf dem Social-Media-Kanal der Filmproduktion, wo es weiterhin „Die Rettungsschwimmer:innen vom Wörthersee“ heißt, liest man auch andere Kommentare. Ein User meint: „Super Titel. Lasst euch nicht unterkriegen. Steht für eure Ideale. Warum regen sich eigentlich hauptsächlich Männer außerhalb der queeren Community auf? Euch betrifft es doch nicht. Wer nimmt euch mit ‚:innen‘ etwas weg?“
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