Der 1. FC Union Berlin ist auf dem besten Weg, einen Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison hinzulegen. Auch im zweiten Spiel unter der Führung der neuen Trainerin Marie-Louise Eta gelang es den Eisernen nicht, die ersten Punkte einzufahren.
Vor 1806 Zuschauern und Zuschauerinnen im Dreisamtstadion unterlagen die Unionerinnen am Sonnabend beim SC Freiburg mit 0:1 (0:0). Lisa Karl hatte in der 54. Minute den goldenen Treffer des Tages erzielt.
Zwei Spiele, zwei Niederlagen
Für Trainerin Marie-Louise Eta ist es die zweite Niederlage im zweiten Spiel, in der Vorwoche hatte Union im Stadion An der Alten Försterei mit 1:4 gegen den FC Bayern verloren, als Chef-Trainerin in der Bundesliga der Frauen.
Ander noch als in der Vorwoche gegen den amtierenden deutschen Meister waren die Eisernen in Freiburg als Favoritinnen ins Spiel gegangen. „Wir wollen holen, was es zu holen gibt. Wir sind schon gut eingestellt und auch sehr zuversichtlich, dass wir da wieder mit einem Sieg rausgehen können“, hatte Nele Bauereisen, die den bisher einzigen Saisontreffer für Union erzielte, noch am Mittwoch bei einer Medienrunde den Anspruch untermauert, am 2. Spieltag die ersten Punkte der Saison einzufahren.
Stattdessen gab es einen „verdienten“ Sieg für die Gastgeberinnen, wie Marie Louise Eta nach dem Spiel auf der Pressekonferenz erklärte. „Wir sind natürlich enttäuscht, wir haben uns viel vorgenommen“, sagte sie.
Etas Analyse
Gerade zu Beginn habe ihr die Leistung ihres Teams auch noch gefallen: „Mit den ersten 30 Minuten war ich eigentlich relativ einverstanden. Vieles hat gut geklappt.“ Nach der Halbzeit aber sei ihr Team „nicht richtig da“ gewesen.
Das Resultat war das 1:0 für Freiburg durch Karl nach einer Ecke. „Dabei haben wir nicht gut verteidigt. Wir wussten, dass Freiburg eine sehr standardstarke Mannschaft ist“, monierte Eta.
Zwar erkannte sie an, dass sich ihre Spielerinnen nach dem Tor noch einmal ins Spiel gekämpft hätten. Für ein Tor aber hat es nicht mehr gereicht. „Wir sind enttäuscht, werden das natürlich aufarbeiten und schnell versuchen, wieder die Köpfe hochzurichten, um es dann nächste Woche besser zu machen“, kündigte Eta an.
Wie fühlt es sich an, vor 17.000 Union-Fans gegen den FC Bayern zu treffen?
Im nächsten Spiel, am 7. September, kommt Eintracht Frankfurt in das Stadion An der Alten Försterei. Spätestens da droht den Eisernen ein echter Fehlstart in die neue Saison – wenn er das nicht bereits ist.
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