Ostdeutschland

Rentner im Osten holen auf: Experten legen die versteckte Vermögenslücke offen

Rentnerhaushalte in Ost und West trennen beim Medianeinkommen nur 80 Euro. Beim Wohneigentum klafft eine viel größere Lücke – mit Folgen für den Lebensstandard.

7 Min
Rentner im Osten haben kaum Vermögenseinkünfte – und leben mehrheitlich zur Miete.

Rentner im Osten haben kaum Vermögenseinkünfte – und leben mehrheitlich zur Miete.

© Fotoillustration: Ostdeutsche Allgemeine. Fotos: Imago, Unsplash

Haushalte von Menschen im Ruhestand verfügen in West- und Ostdeutschland inzwischen über fast gleich hohe Einkommen. Im Westen liegt das mittlere Haushaltsnettoeinkommen bei 2350 Euro im Monat, im Osten bei 2270 Euro. Das geht aus neuen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.

Beim Wohneigentum klafft jedoch weiterhin eine große Lücke: Während 61 Prozent der westdeutschen Ruheständler in den eigenen vier Wänden leben, sind es im Osten nur 44 Prozent. Dort wohnt mit 56 Prozent die Mehrheit der Ruheständler zur Miete. Die geringe Einkommensdifferenz bildet die tatsächlichen Lebensverhältnisse daher nur unvollständig ab, warnen mehrere Ökonomen und Altersforscher gegenüber der Berliner Zeitung.

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