Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben am Dienstag eine Stunde lang über den Krieg in der Ukraine gesprochen. Das teilte Putins Berater Juri Uschakow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. Im Mittelpunkt standen demnach auch die Gespräche von Trumps Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew am 5. und 6. September.
Putin habe Trump seine Einschätzung der Lage an der Front und der weiteren Entwicklung des Krieges dargelegt, sagte Uschakow. Zudem habe der russische Präsident aufgezeigt, welche Schritte die USA aus seiner Sicht unternehmen könnten, um ein möglichst schnelles Ende der Kampfhandlungen zu erreichen. Das Gespräch sei „konstruktiv und sehr offen“ verlaufen, erklärte Uschakow.
Uschakow: Trump will „Konflikt so schnell wie möglich beenden“
„Donald Trump hat deutlich betont, wie wünschenswert es sei, den Konflikt so schnell wie möglich zu beenden, was sofort beeindruckende und weitreichende Perspektiven für die vollständige Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den USA und Russland eröffnen würde“, sagte Uschakow laut Reuters. Trump sei daran interessiert, während seiner Präsidentschaft einen Durchbruch zu erzielen, was Putin unterstütze.
Zudem habe der russische Präsident nach Angaben Uschakows gegenüber Trump erklärt, dass Russland keine feindlichen Pläne gegenüber Europa habe, berichtete Reuters. Uschakow zufolge würdigte Putin die Vermittlungsbemühungen der US-Regierung und Trumps persönlich. Die beiden Präsidenten vereinbarten demnach, in Kontakt zu bleiben und bei Bedarf erneut miteinander zu telefonieren. Eine Stellungnahme der US-Seite zu dem Gespräch lag zunächst nicht vor.
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Selenskyj strebt Treffen mit Trump an
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich positiv über die Gespräche mit den US-Unterhändlern geäußert. Witkoff und Kushner hätten bei ihrem Besuch in Kiew mehrere „wirklich sehr gute, lohnenswerte Ideen“ für eine Beendigung des Krieges vorgestellt, sagte Selenskyj laut Reuters. Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Kiew und die US-Vertreter hätten vereinbart, zunächst gemeinsam an den Vorschlägen weiterzuarbeiten.
Einen öffentlich bekannten Durchbruch bei den Verhandlungen gab es allerdings nicht. Selenskyj kündigte Reuters zufolge für später im September ein Treffen mit Trump an, bei dem unter anderem ein US-Unterstützungspaket für die ukrainische Luftverteidigung im Winter besprochen werden solle. Zudem sollten sich Vertreter der Ukraine, der USA und Europas auf ein mögliches trilaterales Treffen vorbereiten, sagte er. Als mögliche Gastgeber nannte Selenskyj die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz.
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