Deutschland weitet seine Militärhilfe für die Ukraine deutlich aus. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte bei einer Videokonferenz der Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG) weitere umfangreiche Lieferungen zur Verteidigung gegen russische Angriffe zu. Einschüchterungsversuche und hybride Angriffe Russlands würden weder bei der Ukraine noch bei Deutschland oder anderen Partnern funktionieren, sagte der Minister.
„Ganz im Gegenteil: Russlands rücksichtsloses und unverantwortliches Verhalten bestärkt uns in unserer Entschlossenheit, Frieden und Freiheit in Europa zu verteidigen“, sagte Pistorius. Die Äußerungen fielen wenige Tage, nachdem die Bundesregierung Russland für einen misslungenen Drohnenanschlag in Leipzig verantwortlich gemacht hatte.
Abfangraketen aus Bundeswehr-Beständen
Er habe entschieden, dringend benötigte Abfangraketen des Typs PAC-2 aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine zu liefern, sagte Pistorius. Auch die Lieferungen von Luft-Luft-Raketen aus Bundeswehr-Beständen würden weiter verstärkt, um Kiew größere Mengen zur Verfügung stellen zu können.
Zusätzlich werde die Ukraine in Deutschland mehrere Tausend Lenkflugkörper vom Typ Iris-T bestellen. Finanziert werden diese laut Pistorius aus dem EU-Ukraine-Verteidigungskredit. Das Produktionsvolumen der Raketen könne durch die Einrichtung einer weiteren Produktionslinie gesteigert werden. Ziel der Hilfen sei ein Schild gegen russische Luftangriffe.
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Darüber hinaus werde Deutschland mehrere Zehntausend Schuss weitreichende Artilleriemunition finanzieren, kündigte Pistorius an. Diese Munition werde in Zusammenarbeit mit Großbritannien beschafft und anschließend an die Ukraine geliefert. (mit dpa)
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