Winterzeit

Uhr vor oder zurück? Zeitumstellung 2026 auf Winterzeit – Termin und Merksatz

Am 25. Oktober 2026 beginnt die Winterzeit. Die Uhren gehen um eine Stunde zurück. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

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Ende Oktober werden die Uhren umgestellt.

Ende Oktober werden die Uhren umgestellt.

© Oliver Berg/dpa

In diesem Jahr wird der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, die Zeit umgestellt. In Deutschland und der gesamten EU endet dann die Sommerzeit. Um Punkt 3 Uhr springen die Zeiger zurück auf 2 Uhr – die Zeitumstellung bringt die Winterzeit.

Handy, Computer und Funkuhr stellen sich automatisch um, mechanische Uhren nicht. Wer jedes Mal grübelt, in welche Richtung gedreht wird, und wissen will, warum es die Umstellung überhaupt noch gibt, findet hier Termin, Merksatz und den aktuellen Stand der geplanten Abschaffung.

Uhren vor oder zurück? Der Merksatz zur Zeitumstellung 2026

Bei der Richtung hilft die bekannteste Eselsbrücke mit den Gartenmöbeln. Im Frühjahr stellt man die Stühle vor die Tür, also die Uhr eine Stunde vor. Im Herbst holt man sie zurück ins Haus – und genauso wandert die Uhr eine Stunde zurück. Für die Nacht auf den 25. Oktober heißt das konkret: eine Stunde länger schlafen.

Die Idee der Zeitumstellung ist alt. Schon 1784 schlug Benjamin Franklin halb im Scherz vor, das Tageslicht besser zu nutzen und so Kerzen zu sparen.

Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) wurde 1893 per Gesetz eingeführt, eine erste Sommerzeit gab es im Ersten Weltkrieg zum Energiesparen. Nach der Ölkrise 1973 kehrte die Umstellung in vielen europäischen Ländern zurück.

Italien und Frankreich stellten bereits seit den 1960er-Jahren um. Deutschland zog erst 1980 nach und gehörte damit zu den letzten Ländern der Europäischen Gemeinschaft. Den heutigen Rhythmus gibt es hierzulande seit 1996.

Warum die Abschaffung der Zeitumstellung auf Eis liegt

Kaum jemand verteidigt die Zeitumstellung noch – abgeschafft ist sie trotzdem nicht. Im Sommer 2018 startete die EU-Kommission eine ihrer größten Bürgerbefragungen. Rund 4,6 Millionen Menschen nahmen teil, mehr als 80 Prozent sprachen sich gegen das halbjährliche Drehen aus.

Der Haken: Etwa zwei Drittel der Stimmen kamen aus Deutschland, repräsentativ für die gesamte EU war das nicht. Das Europäische Parlament stimmte 2019 dennoch mit deutlicher Mehrheit für ein Aus ab 2021. Im Rat der EU aber einigten sich die Mitgliedstaaten nicht, weil ein Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen drohte.

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Spart die Zeitumstellung überhaupt Energie?

Das ursprüngliche Ziel war das Energiesparen durch längeres Tageslicht am Abend. Dieser Effekt gilt heute als widerlegt. Eine Untersuchung der Bundesregierung aus dem Jahr 2005 zeigte, dass abends zwar weniger Licht brennt, an kühlen Morgen dafür aber mehr geheizt wird. Die Einsparungen heben sich auf.

Nüchtern hielt die Bundesregierung fest: „Im Hinblick auf den Energieverbrauch bietet die Sommerzeit keine Vorteile.“

Einen positiven Nebeneffekt zeigte eine amerikanische Studie: Im Sommer sind Menschen im Schnitt eine halbe Stunde länger draußen aktiv und schauen weniger fern.

Sommer- oder Winterzeit: Welche Zeit ist gesünder?

Aus medizinischer Sicht ist die Winterzeit die bessere Wahl. Schlafmediziner und Chronobiologen lehnen eine dauerhafte Sommerzeit ab, weil die Sonne im Winter zu spät aufginge.

Alfred Wiater, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, erklärt: „Die bisherige Winterzeit entspricht den Verhältnissen, die unter Berücksichtigung der natürlichen Lichteinflüsse für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus am günstigsten ist.“

Beschwerdefrei ist der Herbstwechsel dennoch nicht: Rund 32 Prozent der Menschen klagen über körperliche oder psychische Probleme, Frauen häufiger als Männer. Typisch sind Müdigkeit, Einschlafprobleme und Konzentrationsschwäche.

Tipps gegen den Mini-Jetlag

Wer die Umstellung leichter wegstecken will, verschiebt Schlaf- und Aufstehzeiten schon einige Tage vorher – in Schritten von zehn bis 15 Minuten pro Tag.

Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft helfen zusätzlich. Von Schlafmitteln raten Fachleute ab; besser seien beruhigende Tees, Entspannungsübungen oder ein warmes Bad.

Für die Deutsche Bahn ist die Zeitumstellung Routine. Nachtzüge halten beim Wechsel auf Winterzeit in einem Bahnhof und setzen ihre Fahrt anschließend pünktlich fort. S-Bahnen in Ballungsräumen fahren durchgehend.

Technisch ist der Wechsel unkompliziert: Die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig geben die verbindliche Zeit vor, Funkuhren übernehmen sie automatisch.

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