Polen hat nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk in der Nacht zum Donnerstag eine „direkte Bedrohung“ für einen Grenzübergang zur Ukraine abgewendet. Die polnischen Sicherheitsdienste hätten dabei mit ihren ukrainischen Kollegen zusammengearbeitet, sagte Tusk laut Politico nach einem Treffen der Visegrád-Staaten in Bratislava.
Tusk nannte keine Einzelheiten zur Art der Bedrohung und sagte auch nicht, welcher der polnisch-ukrainischen Grenzübergänge betroffen war. Er warnte zugleich vor möglichen weiteren Vorfällen. Russland habe bereits „provokative Angriffe“ auf Grenzübergänge durchgeführt, etwa in Moldau. „Wir erwarten ähnliche Aktionen gegen Grenzübergänge zur Ukraine in anderen Ländern, darunter Polen“, sagte der Ministerpräsident laut Reuters.
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Tusk: Habe „präzisen“ CIA-Bericht erhalten
Hintergrund ist ein russischer Drohnenangriff auf einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau am Mittwoch. Nach Angaben ukrainischer Behörden wurden dabei im Gebiet Odessa zwei Menschen getötet. Der betroffene Übergang wurde laut Reuters nach dem Angriff vorübergehend für den Personen- und Fahrzeugverkehr geschlossen. Russland reagierte dem Bericht zufolge zunächst nicht auf Tusks Äußerungen.
Der polnische Ministerpräsident sagte laut Reuters zudem, er habe einen „ziemlich präzisen Bericht direkt von der CIA über mögliche Ereignisse in den kommenden Monaten erhalten – der mit dem übereinstimmt, was ich seit Monaten sage und wovor ich warne“. Er fügte hinzu: „Wir müssen verschiedene Szenarien antizipieren; sowohl Polen als auch ganz Europa müssen auf unterschiedliche Möglichkeiten hinsichtlich der Lage nicht nur an der russisch-ukrainischen Front, sondern auch entlang der Ostflanke der EU vorbereitet sein.“
Die CIA antwortete nach Angaben von Politico zunächst nicht auf eine Anfrage. CIA-Direktor John Ratcliffe war Ende August nach Moskau gereist. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte anschließend, Ratcliffe habe in Moskau mit Vertretern der russischen Geheimdienste gesprochen. Zu den Inhalten der Gespräche machte er keine Angaben. US-Präsident Donald Trump hatte die Reise dem Bericht zufolge als „halb-routinemäßig“ beschrieben.
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