Die CDU ist bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen einer Hochrechnung des Instituts Infratest dimap im Auftrag des NDR zufolge erneut stärkste Kraft geworden. Die Christdemokraten kommen demnach auf 27,7 Prozent und verlieren damit vier Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Wahl. Die SPD folgt mit 24,5 Prozent, ein Minus von 5,5 Punkten.
Größter Gewinner ist die AfD, die mit 16,5 Prozent einen Zuwachs von 11,9 Prozentpunkten verzeichnet. Die Grünen erreichen 13,6 Prozent (minus 2,3), die Linke kommt auf 5,9 Prozent (plus 3,1). Die FDP fällt mit 3,6 Prozent um 2,9 Punkte zurück.
In die Hochrechnung sind laut NDR die Ergebnisse der Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten, der Kreistagswahlen in den Landkreisen sowie der Wahl der Regionsversammlung in der Region Hannover eingeflossen.
Klare Entscheidung in Wolfsburg, Stichwahl in Hannover
In Wolfsburg setzte sich Amtsinhaber Weilmann (CDU) bereits im ersten Wahlgang mit 50,1 Prozent der Stimmen durch. Damit ist eine Stichwahl nicht mehr erforderlich. Auf Platz zwei kam der SPD-Kandidat Schneider mit 15,5 Prozent, gefolgt vom AfD-Politiker Schick mit 14,1 Prozent.
Anders die Lage in der Landeshauptstadt Hannover: Nach Auszählung fast aller Stimmen lag der amtierende Oberbürgermeister Onay (Grüne) zwar deutlich vor seinem Herausforderer von der Ohe (SPD), verpasste jedoch die absolute Mehrheit. Damit deutet sich eine Stichwahl in zwei Wochen an.
Rund 6,3 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, in Landkreisen, Städten und Gemeinden über die Zusammensetzung der Kommunalvertretungen zu entscheiden. Gewählt wurden außerdem Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte.
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