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Großeinsatz in Dresden: 440 Schüler nach Reizhusten aus Oberschule evakuiert

An einer Oberschule klagen Dutzende Kinder und Jugendliche plötzlich über Atemwegsreizungen. Messtrupps suchen nun im geräumten Gebäude nach der Ursache.

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Großeinsatz in Dresden

Großeinsatz in Dresden

© Robert Michael/dpa

An einer Dresdner Oberschule hat ein Großeinsatz der Feuerwehr stattgefunden, nachdem zahlreiche Schüler über Beschwerden geklagt hatten. Rund 440 Menschen mussten das Gebäude verlassen, mehr als 20 kamen in Krankenhäuser.

Die Feuerwehr löste am Montag einen sogenannten MANV-Alarm aus – die Abkürzung steht für einen Massenanfall an Verletzten. Mit diesem Einsatzstichwort werden zusätzliche Kräfte und Rettungsmittel alarmiert, gleichzeitig werden umliegende Krankenhäuser frühzeitig informiert, damit sie sich auf die Aufnahme einer größeren Zahl von Patienten vorbereiten können.

Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Atemwegsreizungen

Nach Angaben der Feuerwehr klagte eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern über Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizungen der Atemwege. „Rund 440 Personen wurden ins Freie gebracht und durch die Einsatzkräfte gesichtet“, teilte Feuerwehrsprecher Michael Klahre mit. 101 Personen hätten entsprechende Symptome geltend gemacht.

22 Betroffene in Krankenhäusern behandelt

„79 Patientinnen und Patienten konnten nach Untersuchung und Versorgung vor Ort verbleiben. Weitere 19 Personen mit leichten Beschwerden wurden zur weiterführenden medizinischen Untersuchung in Krankenhäuser transportiert“, hieß es von der Feuerwehr. Bei drei Betroffenen habe es ausgeprägtere Symptome gegeben, auch sie seien zur Behandlung in Kliniken gebracht worden.

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Messungen bleiben ergebnislos

Wie es zu den Beschwerden kam, ist bislang unklar. Die Messungen der Feuerwehr hätten weder Hinweise auf die Ursache noch auf die Art eines möglicherweise freigesetzten Stoffes ergeben, teilte die Feuerwehr mit. „Erfahrungsgemäß ist es immer sehr schwer, dort was zu identifizieren an Stoffen. Das hat selten funktioniert in der Vergangenheit, aber wir versuchen es trotzdem“, sagte Klahre.

Die Feuerwehr Dresden war mit rund 140 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, der Stadtteilfeuerwehren und des Rettungsdienstes vor Ort. Während des Einsatzes kam es nach Angaben der Feuerwehr zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. (mit dpa)

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