Das Oktoberfest hat seine erste Bierleiche. Wenige Stunden nach dem Anstich am Samstag musste der Sanitätsdienst zum ersten alkoholbedingten Notfall der diesjährigen Wiesn ausrücken. Nach Angaben der Aicher Ambulanz Union hatte ein 19 Jahre alter Festbesucher aus München so viel getrunken, dass er nicht mehr stehen konnte. Seine Freunde setzten einen Notruf ab.
Ein Tragenteam versorgte den jungen Mann vor Ort, kontrollierte seine Vitalwerte und legte ihm eine Infusion an. Ob neben dem Alkohol auch eine plötzliche Erkrankung eine Rolle spielt, werde derzeit abgeklärt, teilte der Sanitätsdienst am Nachmittag mit. Der 19-Jährige werde weiter untersucht und erhalte bei Bedarf eine CT-Untersuchung und Medikamente.
Rund 50 Patienten bis zum Vormittag
Bis zum späten Vormittag hatte es nach Angaben des Sanitätsdienstes noch keinen Alkoholnotfall gegeben. Die Sanitäter behandelten bis dahin rund 50 Patientinnen und Patienten, vor allem mit Kopfplatzwunden und Gesichtsverletzungen, außerdem einen Krampfanfall. Der erste Notruf ging um 9.09 Uhr ein, neun Minuten nach Öffnung des Festgeländes.
Am ersten Wiesn-Samstag sind 150 Einsatzkräfte der Aicher Ambulanz Union im Dienst, darunter zehn Ärzte. Über die gesamte Festzeit stehen rund 430 Einsatzkräfte bereit.
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Die erste Bierleiche fällt meist am Nachmittag des Eröffnungstags an. Über das gesamte 190. Oktoberfest hinweg ging nach Angaben des Sanitätsdienstes rund ein Drittel bis vier Zehntel der Einsätze auf Alkohol zurück, laut Abschlussbilanz waren es 39 Prozent. 30 Minderjährige mussten 2025 wegen einer Alkoholvergiftung behandelt werden, im Jahr davor waren es 29. Der höchste gemessene Atemalkoholwert lag bei 3,8 Promille. Deutlich seltener als 2024 kam dagegen die Computertomografie zum Einsatz, die Sanitäter untersuchten 156 Patientinnen und Patienten im CT, 2024 waren es noch 234.
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