Saudi-Arabien

Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Riad – USA warnen vor Potenzial „rascher Eskalation“

Die USA warnen vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und den Huthi. Die Miliz hatte Angriffe auf die saudische Hauptstadt am Vortag für sich reklamiert.

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Rauch steigt nahe dem King Khalid International Airport in Riad auf.

Rauch steigt nahe dem King Khalid International Airport in Riad auf.

© Luo Chen/Xinhua/imago

Die USA warnen angesichts der jüngsten Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien vor einer weiteren Eskalation. „Dieser militärische Konflikt birgt das Potenzial, rasch zu eskalieren“, erklärte die US-Botschaft in Saudi-Arabien in einer am Samstag veröffentlichten Sicherheitswarnung.

In der Erklärung wird auch auf Angriffe auf zivile Flughäfen verwiesen. US-Bürger in der Region sollten demnach besonders aufmerksam sein und mit möglichen Flugausfällen, Sperrungen des Luftraums und weiteren Reisebeeinträchtigungen rechnen. Das US-Außenministerium forderte US-Bürger außerhalb des Nahen Ostens auf, Reisen in die Region und durch sie hindurch ernsthaft zu überdenken, wie Reuters berichtete.

Rauchwolke an Flughafen in Riad

In der saudischen Hauptstadt Riad waren am Samstag nach Angaben von Reuters zweimal Explosionen zu hören. Aufnahmen und Fotos der Nachrichtenagentur zeigten demnach eine große schwarze Rauchwolke in der Nähe des Flughafens King Khalid. Auf einem der Bilder waren dem Bericht zufolge Flammen hinter offenbar zu einem Treibstofflager gehörenden Tanks zu sehen.

Die Huthi erklärten laut Reuters, sie hätten am Samstag mit Raketen und Drohnen „sensible“ Ziele in Riad angegriffen. Zudem beanspruchte die Miliz einen Angriff auf eine Anlage des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco in der Hafenstadt Yanbu für sich. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition erklärte dagegen, ihre Luftabwehr habe eine auf Riad abgefeuerte Rakete abgefangen. Weitere Angriffe auf Ziele in mehreren saudischen Städten seien vereitelt worden.

Bab al-Mandab: Huthi-Kontrolle an jemenitischer Küste

Laut dem Bericht hatte der saudische Zivilschutz zuvor per Mobilfunk vor einer möglichen Gefahr durch Luftangriffe in Riad und der östlich der Hauptstadt gelegenen Stadt Al-Kharj gewarnt. Am Samstagmorgen wurde demnach Entwarnung gegeben.

Die Huthi hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seitdem Ziele in dem Königreich angegriffen, wie AFP berichtet. Nach einer Offensive übernahm die Miliz vergangene Woche zudem die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.

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Türkei signalisiert Bereitschaft zur Unterstützung

Unterdessen signalisierte die Türkei mögliche Unterstützung für Saudi-Arabien. Außenminister Hakan Fidan sagte Bloomberg zufolge in einem Interview mit dem türkischen Sender NTV: „Es mag militärischen Bedarf geben, insbesondere in bestimmten technischen Bereichen, und wir hätten kein Problem damit, diesen zu decken.“

Auch Pakistan hatte Saudi-Arabien laut Bloomberg bereits zuvor militärische Unterstützung in Aussicht gestellt. Hintergrund ist demnach ein im vergangenen Monat geschlossenes Verteidigungsabkommen zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan. Der pakistanische Verteidigungsminister sagte dem Bericht zufolge, man sei verpflichtet, gemäß der Vereinbarung zu helfen.

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