Militär

Südkorea meldet: Nordkorea feuert in drei Stunden zwei Raketen ab

Nordkorea feuert nach südkoreanischen Angaben zwei ballistische Kurzstreckenraketen ab. Die Raketenstarts wurden innerhalb weniger Stunden registriert.

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Auf einem Fernsehbildschirm ist während einer Nachrichtensendung am Bahnhof von Seoul in Südkorea ein Archivbild eines nordkoreanischen Raketenstarts zu sehen.

Auf einem Fernsehbildschirm ist während einer Nachrichtensendung am Bahnhof von Seoul in Südkorea ein Archivbild eines nordkoreanischen Raketenstarts zu sehen.

© Ahn Young-joon/AP/dpa

Nordkorea hat am Sonntag innerhalb weniger Stunden zwei Raketen abgefeuert. Bei beiden handelte es sich nach Angaben des südkoreanischen Militärs um ballistische Kurzstreckenraketen, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Das erste Geschoss wurde nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs (JCS) gegen 15 Uhr Ortszeit aus der Region um Wonsan an der Ostküste Nordkoreas gestartet. Es legte demnach rund 450 Kilometer zurück. Die zweite Rakete, die gegen 17.50 Uhr startete, flog demnach mehr als 600 Kilometer. Die südkoreanischen und US-amerikanischen Geheimdienste hätten den Start von Beginn an gemeinsam verfolgt, teilte der JCS mit. Auch Japan sei über den Abschuss informiert worden, berichtete Yonhap.

Kritik von Japan und Südkorea

Beide Raketen gingen außerhalb der japanischen ausschließlichen Wirtschaftszone nieder, berichtete Kyodo News unter Berufung auf einen Vertreter des japanischen Verteidigungsministeriums. Schäden oder Verletzte wurden demnach nicht gemeldet.

Die jüngsten Abschüsse erfolgten laut Yonhap rund eine Woche nach mehreren Starts nordkoreanischer Kurzstreckenraketen am 12. September. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi erklärte nach Angaben von Kyodo News, Japan verurteile den Start „nachdrücklich“. Der Abschuss verstoße gegen einschlägige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Auch Südkoreas Nationales Sicherheitsbüro befasste sich Yonhap zufolge mit dem Vorfall und forderte Nordkorea auf, derartige militärische Aktivitäten mit Raketen einzustellen.

Nordkorea hatte zuletzt wiederholt gegen gemeinsame Militärübungen Südkoreas, der USA und Japans protestiert. Yonhap zufolge verurteilte Kim Yo-jong, die Schwester von Machthaber Kim Jong-un, unter anderem die von den USA geführten multinationalen Marineübungen „Pacific Vanguard“ und kündigte eine Reaktion auf die Manöver an. Pjöngjang hat solche Militärübungen dem Bericht zufolge in der Vergangenheit als Vorbereitung auf eine Invasion bezeichnet.

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