Leute

Sarah Connor, die Ferchichis, die Carpendales: Trennungen wie aus einem Pilcher-Roman

In jüngster Zeit lesen sich Trennungsstatements zu schön, um wahr zu sein. Sarah Connor, Anna-Maria Ferchichi oder Wayne und Annemarie Carpendale – was steckt hinter der entzweiten Eintracht?

4 Min
Sarah Connor mit Ehemann Florian Fischer, hier bei der Bambi-Verleihung 2019

Sarah Connor mit Ehemann Florian Fischer, hier bei der Bambi-Verleihung 2019

© Eventpress Fuhr/imago

Was waren das noch Zeiten, als die Stars sich filmreif trennten. Elizabeth Taylor und Richard Burton stritten bis aufs Blut, Alec Baldwin und Kim Basinger erhoben bittere Anschuldigungen gegeneinander – und was war erst bei Prinz Charles und Prinzessin Diana los? Episch!

Doch inzwischen hat eine andere Form der öffentlichen Trennung Einzug gehalten, auch unter deutschen Promi-Paaren. Bevor es Schlagzeilen mit unpassenden Enthüllungen gibt, schreibt man lieber selbst das Drehbuch und wählt Formulierungen wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Roman.

„Unsere Beziehung hat ihre Form verändert“, schreibt die Sängerin Sarah Connor in ihrem neuesten Beitrag bei Instagram. Die 46-Jährige hatte 2013 ihren Manager Florian Fischer geheiratet, mit ihm zwei Kinder bekommen. Jetzt heißt es: „Flo und ich sind bereits seit Frühjahr kein klassisches Ehe-Paar mehr.“

Man wohnt zusammen, man arbeitet zusammen

Was das heißt, erläutert Connor wortreich: „Wir verstehen uns (seitdem wieder) super gut, kommen gerade von ’nem Camping-Trip zurück, teilen weiterhin unsere Wohnräume, arbeiten wie eh und je zusammen, und wenn wir Lust haben, schlafen wir auch noch miteinander.“

Wem das noch nicht privat genug ist, dem liefert die Sängerin weiteres Innenleben: „Wir brauchten beide mehr Raum für uns und empfinden es nach den ersten Monaten der Umgewöhnung als befreiend, dass das nun für jeden möglich ist. Was das genau heißt, ist einzig und allein unsere Sache.“

Das Ziel dieser Offenbarung sei gewesen, Gerüchte und unnötige Schlagzeilen zu vermeiden. Nur wissen Medienprofis wie Sarah Connor natürlich, dass die Schlagzeilen ohnehin nicht zu vermeiden sind.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Aber das Drehbuch der eigenen Trennungsverlautbarung zumindest besagt, es gehe allen gut, man genieße das Leben zwischen Frankreich und Berlin. „Wir werden weder Fotos erklären, die uns – wie letztes Wochenende – beim Campen zeigen (‚Liebescomeback‘) noch welche, die uns mit anderen Männern oder Frauen (‚Ist das ihr Neuer?‘) zeigen, sollte es irgendwann welche geben. Wir haben keine neuen festen Partner und vorerst auch keine Lust darauf. Mehr werdet ihr von mir hier darüber nicht hören.“

Wobei – eine Einschränkung macht die Sängerin gleich selbst: „Aber wer weiß. Vielleicht auf der nächsten Platte.“

Alles wieder in Butter bei Bushido

So geht Trennungsökonomie. Man geht auseinander, und irgendwie auch nicht – aber die Aufmerksamkeit ist in jedem Fall gewiss. So war es auch schon bei Sarah Connors jüngerer Schwester Anna-Maria Ferchichi, die mit Rapper Bushido verheiratet ist.

Im November 2025 machte sie ihre Ehekrise öffentlich und erklärte, sie und ihr Mann würden bereits seit einiger Zeit getrennt leben. Von da an konnte man den beiden dabei zusehen, wie sie sich wieder annäherten und versöhnten. Inzwischen ist wieder alles in Butter, Bushido kocht, kümmert sich um die Kinder, man genießt das Leben in München.

War da was? Jedenfalls hat Anna-Maria Ferchichi laut aktuellem Stand mehr als eine Million Follower bei Instagram. Mitte 2024 lag die Zahl noch bei etwa 800.000 Followern. Die Reichweite ist also deutlich gestiegen. Längst gehört sie zu den großen deutschen Creator-Profilen.

Gesteigert haben sich auch Annemarie und Wayne Carpendale. Durch die mediale Aufmerksamkeit rund um die im September 2026 bekannt gegebene Trennung des Paares erlebten ihre Profile in jüngster Zeit noch einmal ein gestiegenes öffentliches Interesse.

Auch die Carpendales haben das Drehbuch ihres Auseinandergehens selbst verfasst – mit leichten Abweichungen, was es noch interessanter machen sollte. „Wir sind gerade nicht zusammen“, hieß es im Statement der Moderatorin; bei ihrem Mann hingegen: „Wir sind nicht mehr zusammen.“

Ansonsten? Alles Friede, Freude, Eierkuchen. Man sei zwar seit Anfang dieses Jahres kein Paar mehr, aber das merke man kaum. Denn man verstehe sich nach wie vor sehr gut, lebe weiterhin unter einem Dach, sei Familie: „Wir tragen unsere Ringe und sind ein ziemlich gutes Team.“ Kein Drama, kein Rosenkrieg?

Für alle Beteiligten, gerade wenn Kinder im Spiel sind, wäre das natürlich wünschenswert. Aber man wird das schale Gefühl nicht los, dass Trennungen nicht weniger hässlich oder fordernd geworden sind, nur weil man öffentlich Harmonie demonstriert.

Und dass beim Content-Generieren einfach auch viele Mittel recht sind. Auf dem Account von Wayne Carpendale geht es jetzt ums Online-Dating, um Regeln fürs Schreiben, fürs Nicht-Schreiben, Fachbegriffe fürs Verschwinden. „Was ist eigentlich los im Beziehungsuniversum?“, fragt der 49-Jährige seine knapp 700.000 Follower. Stay tuned!

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner