Berlin-Wahl

„Der absolute Tiefpunkt für die Wirtschaft“: So reagieren Berlins Promis auf die Wahl

Linksruck, AfD-Zuwachs und das Aus für Schwarz-Rot: Die Abgeordnetenhauswahl sorgt bei Berliner Prominenten für gemischte Reaktionen – mit teils deutlichen Worten.

4 Min
Elif Eralp könnte die erste linke Regierende Bürgermeisterin Berlins werden – für manchen Promi ein Dorn im Auge.

Elif Eralp könnte die erste linke Regierende Bürgermeisterin Berlins werden – für manchen Promi ein Dorn im Auge.

© Sebastian Gollnow/dpa

Die Linke triumphiert, die CDU verliert deutlich, die AfD legt zu, die SPD stürzt ab. Die Berliner Abgeordnetenhauswahl hat die politische Statik der Hauptstadt am Sonntagabend ordentlich ins Wanken gebracht. Mit Spitzenkandidatin Elif Eralp wird die Linke erstmals stärkste Kraft, die AfD zieht an Grünen und Sozialdemokraten vorbei. Schwarz-Rot ist damit abgewählt – und so beginnt das Ringen um das Rote Rathaus.

Doch nicht nur in den Parteizentralen wird das Ergebnis heiß diskutiert. Auch die Berliner Prominenz hatte zur Wahl einiges zu sagen. Mal erleichtert, mal entsetzt und mal mit besonders deutlichen Worten kommentierten einige Stars den Wahlausgang.

Pierre Sanoussi-Bliss ist „geflasht“ von Ergebnissen

Der Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss ist nach der Wahl „geflasht“, wie er in einem Facebook-Video betont – allerdings nicht von den erwartbaren Ergebnissen, sondern von den Kommentaren in den sozialen Medien. „Es ist nicht zu fassen, was alles aus seinen Löchern gekrochen kommt“, so der gebürtige Ost-Berliner über die Hasskommentare, die er nun zu lesen bekommt.

Vor allem die mangelnde Rechtschreibung ist Sanoussi-Bliss ein Dorn im Auge: „Leute, man kann Euch doch nicht ernst nehmen.“ Zu der Wahl selbst sagt er in dem dreiminütigen Video nichts.

Klare Worte findet auch der Berliner Starkoch Björn Swanson, den das Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl schockiert habe. „Anscheinend haben viele noch nicht verstanden, wo dieser Zug hinfährt“, so der frühere Sternegastronom auf Nachfrage der Berliner Zeitung.

„Die Linken haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie unfähig sind zu regieren.“ Stattdessen würden sie die Stadt „bei jeder Gelegenheit an die Wand fahren“. Der „absolute Tiefpunkt“ für die Wirtschaft wäre in seinen Augen eine Koalition zwischen Linke, SPD und Grünen. Für Swanson steht fest: „Eine linke Regierung bedeutet, dass es mit Berlin weiter bergab geht. Die Versprechen aus dem Wahlkampf werden sie nicht erfüllen können.“

Anders scheint es ein namhafter Kochkollege aus Charlottenburg zu sehen. The Duc Ngo schrieb in einer Story auf Instagram „Berlin“ und dazu Rot-Grün-Rot als Zeichen für eine mögliche bevorstehende Regierung. Zum Gastro-Imperium des „Kant-Königs“ gehören unter anderem das Madame Ngo, Le Duc, 893 Ryōtei, Funky Fisch, Cocolo Ramen und Golden Phoenix.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Bereits im Vorfeld der Wahl versuchten zahlreiche Prominente, ihre Fans und Follower über die sozialen Medien zum Gang ins Wahllokal zu animieren. So riefen noch am Tag der Entscheidung etwa die beiden Schauspielerinnen Heike Makatsch und Jasmin Tabatabai in ihren Instagram-Stories zum Wählen auf.

Nach der Wahl verspottet Kurt Krömer die AfD

Besonders vom Wahlausgang erfreut zu sein scheint der Berliner Comedian und TV-Moderator Kurt Krömer. „Ich liebe diese Stadt“, schrieb der 51-jährige Entertainer und postete ein Foto der AfD-Spitzenkandidatin – allerdings mit einem schwarzen Balken auf Oberlippenhöhe und dem Wort „Loser“ in weißen Buchstaben. Worauf er mit der Positionierung des Balkens wohl anspielen wollte?

Bereits vor der Wahl machte Krömer in einem anderen Post klar, dass er in der AfD nicht die Alternative für Deutschland sieht: „Ich lasse mir von dieser rechtsextremen Losertruppe nicht meinen Couscous wegnehmen. Heilt Höcke!“

Aufmerksam verfolgt zu haben scheint die Wahl auch Felix Lobrecht. Auf Instagram teilte der Berliner Comedian ein Foto seines Fernsehers, auf dem der ARD-Moderator Jörg Schönenborn zu sehen ist. „Mal sehen, ob Schöni wieder Sonntag ruiniert“, schrieb er dazu. Darauf folgte ein Bild des Wahlergebnisses. Nur die Frage, ob Lobrechts Sonntag ruiniert wurde, ließ der 37-Jährige unbeantwortet.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner