Raketenwerfer

Starlink für ukrainische Angriffe in Russland: Finnlands Präsident appelliert an Musk

Der Ukraine fehlen Luftabwehrraketen. Finnlands Präsident Alexander Stubb appelliert an Elon Musk, der Ukraine mithilfe von Starlink Angriffe auf russische Raketenabschussanlagen zu ermöglichen.

3 Min
Alexander Stubb, Präsident von Finnland

Alexander Stubb, Präsident von Finnland

© Michael Kappeler/dpa

Der finnische Präsident Alexander Stubb hat an den US-Unternehmer Elon Musk appelliert, der Ukraine eine umfassendere Nutzung des Satelliteninternets Starlink zu ermöglichen. Damit solle die Ukraine auch russische Abschussanlagen für ballistische Raketen angreifen können, sagte Stubb in einem Interview mit Reuters in New York.

„Deshalb appelliere ich an Elon Musk, den Ukrainern die Möglichkeit zu geben, Starlink in Gebieten mit ballistischen Raketenwerfern zu nutzen, sei es im besetzten Gebiet der Ukraine oder in Russland, zu strategischen Zwecken, denn das würde Leben retten“, sagte Stubb laut Reuters.

Starlink als Teil der militärischen Kommunikation

Starlink ist für das ukrainische Militär von großer Bedeutung. Nach Angaben von Reuters ist das Satelliten-Netzwerk inzwischen ein zentraler Bestandteil der ukrainischen Kommunikation auf dem Schlachtfeld und wird unter anderem zur Steuerung von Drohnen eingesetzt. Auf russischem Gebiet ist Starlink dem Bericht zufolge derzeit nicht für die Ukraine nutzbar.

Hintergrund von Stubbs Äußerungen ist nach Angaben von Reuters der akute Mangel an Luftabwehr in der Ukraine. Besonders bei der Abwehr russischer ballistischer Raketen sei die Lage angespannt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur können in der Ukraine derzeit nur Patriot-Systeme solche Raketen abfangen, zugleich seien Vorräte der Abfangraketen stark aufgebraucht.

Bericht: Selenskyj bat Musk um Erlaubnis

Bereits im August hatte die Financial Times über ukrainische Bemühungen berichtet, Starlink auch für Drohnenangriffe auf russischem Gebiet nutzen zu dürfen. Präsident Wolodymyr Selenskyj habe demnach Musk um die Erlaubnis gebeten, mit Starlink ausgerüstete Drohnen bis zu 200 Kilometer tief in Russland gegen ballistische Raketenwerfer einzusetzen.

Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien, sagten der Zeitung, Musk habe grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, die Nutzung von Starlink für ukrainische Drohnen jenseits der Grenze zu ermöglichen. Die Entscheidung sei jedoch eine politische Frage, die im Weißen Haus getroffen werden müsse, soll Musk dem damaligen ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow gesagt haben.

Auch mit Blick auf den bevorstehenden Winter nannte Stubb laut Reuters eine bessere Luftabwehr als eine der drei wichtigsten Unterstützungsleistungen für die Ukraine. Auch Starlink könne dazu in gewissem Maße beitragen. Daneben brauche das Land Energiehilfen und Geld. „Wir arbeiten an einem Winterpaket, denn ich glaube nicht, dass der Krieg vor dem Winter enden wird“, sagte der finnische Präsident.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner