Es war ein kaum für möglich gehaltener Fehlstart in die Saison. Vier Niederlagen kassierten die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen. Punktlos stand die Mannschaft von Trainerin Marie-Louise Eta auf einem Abstiegsplatz, ehe mit dem 3:2-Erfolg gegen RB Leipzig ein echter Befreiungsschlag gelang. Noch besser: Union vergoldete diesen ersten Dreier mit dem lockeren Weiterkommen im DFB-Pokal bei Regionalligist Magdeburg am vergangenen Wochenende.
Stuttgart verlor nur eine der ersten fünf Partien
Der Mini-Lauf soll nach Möglichkeit auch am Sonntag (16 Uhr) im Gastspiel beim VfB Stuttgart fortgesetzt werden. Der Aufsteiger hat sich in der Frühphase der Saison allerdings ziemlich gefestigt präsentiert und offenbar kaum Anpassungsschwierigkeiten in der Bundesliga gehabt. Lediglich eine von fünf Partien hat der VfB verloren, am vergangenen Wochenende gelang der Sprung ins Pokal-Achtelfinale durch einen Sieg in der Verlängerung bei Turbine Potsdam.
Ostduell im DFB-Pokal: Union Berlin schlägt 1. FC Magdeburg deutlich
Gegen den einstigen Vorzeige-Klub des deutschen Frauenfußballs testet der 1. FC Union Berlin in der Länderspielpause, in die sich die Mannschaft nach dem Spiel in Stuttgart verabschiedet. Am Donnerstag (13 Uhr) empfangen die Köpenickerinnen den Zweitligisten auf dem Fritz-Lesch-Sportplatz. Turbine Potsdam empfängt zuvor im Ligaalltag noch die Zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt (Sonntag, 14 Uhr).
Als junge Spielerin feierte Marie-Louise Bagehorn (heute: Eta) mit Turbine Potsdam große Erfolge.
© imago sportfotodienst
Für Marie-Louise Eta ist das Aufeinandertreffen mit Turbine gleichbedeutend mit einer Reise in die eigene Vergangenheit als Spielerin. Im Alter von 13 Jahren wechselte die gebürtige Dresdnerin einst in den Potsdamer Nachwuchs, ging auf die Sportschule und kam von da an in sämtlichen Nachwuchsteams des DFB zum Einsatz. Die Krönung ihrer Zeit in der brandenburgischen Landeshauptstadt folgte 2010, als sie mit dem Verein den Champions-League-Titel holte. An ihrer Seite stand damals auch Jennifer Zietz, die bei Union mittlerweile als Geschäftsführerin Profifußball Frauen im Amt ist.
Eta dürfte die Gelegenheit in Abwesenheit der Nationalspielerinnen vor allem dafür nutzen, einigen Akteuren aus der zweiten Reihe Einsatzminuten zu ermöglichen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]