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Ab Donnerstag Polarluft, dann bis 22 Grad: Nächste Woche kehrt der goldene Oktober zurück

Wetter Deutschland: Ab Donnerstag bringt eine Kaltfront Polarluft und Sturmböen. Nächste Woche sind im Süden wieder bis zu 22 Grad möglich.

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Goldene Weinberge unter blauem Himmel: Nach Kaltfront und Polarluft sind im Süden und Südwesten Mitte nächster Woche wieder bis zu 22 Grad möglich.

Goldene Weinberge unter blauem Himmel: Nach Kaltfront und Polarluft sind im Süden und Südwesten Mitte nächster Woche wieder bis zu 22 Grad möglich.

© Imago

Von der Eifel bis an die Ostsee fegt in der Nacht zum Donnerstag eine markante Kaltfront die spätsommerliche Wärme aus Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen und Sturmböen, hinter der Front strömt Polarluft ins Land.

Für den Süden zeichnet sich aber schon für die Mitte der kommenden Woche ein neues Hoch ab, das noch einmal goldene Oktobertage bringen kann.

Kaltfront in der Nacht: 20 Liter Starkregen, Böen bis 85 km/h

Am Mittwochabend bilden sich im Westen und Südwesten die ersten Gewitter. In der Nacht ziehen sie nach Nordosten weiter.

Nach einem Bericht von t-online rechnet der DWD dabei mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter und stürmischen Böen bis 65 km/h. Im westlichen Mittelgebirgsraum sind örtlich 35 Liter möglich, wenn auch nur mit geringer Wahrscheinlichkeit.

Am Donnerstag dreht der Wind auf Nordwest und frischt kräftig auf. An der Nordsee und im Bergland hält der Wetterdienst Sturmböen bis 80 km/h für möglich. Auf dem Brocken erwartet er schon ab dem Morgen bis zu 85 km/h.

Wer am Donnerstag mit dem Rad oder auf Landstraßen unterwegs ist, sollte vorher die amtlichen Warnungen prüfen. Der DWD gibt sie kreisgenau auf seiner Website und in der Warnwetter-App heraus.

Von 25 auf 12 Grad: Polarluft beendet den Spätsommer

Am Mittwoch meldeten zahlreiche Stationen noch mehr als 25 Grad und damit einen Sommertag nach DWD-Definition. Einen Tag später ist davon nichts mehr übrig.

In weniger als 48 Stunden sacken die Höchstwerte damit vielerorts um bis zu 13 Grad ab. Für Anfang Oktober ist das ein ungewöhnlich harter Schnitt.

Am Donnerstag erreicht das Thermometer nach DWD-Angaben nur noch 13 bis 21 Grad, am Freitag 12 bis 17 Grad. Bis in die Nacht zum Freitag hält Dauerregen an, in Staulagen der Mittelgebirge mit bis zu 50 Litern.

Der kräftige Nordwestwind lässt die Luft gefühlt noch deutlich kälter wirken.

Auch das Wochenende bleibt nass und windig. Ab Sonntag lässt der Wind nach. Klart der Himmel nachts auf, kühlt die Polarluft ungebremst aus: Meteorologe Dominik Jung hält dann verbreitet minus 1 bis minus 4 Grad für möglich. Was die Kaltfront bis Donnerstag an Wind und Regen bringt, haben wir hier zusammengefasst.

Bis 22 Grad: Das nächste Hoch steht schon bereit

Über dem Baltikum liegt tiefer Luftdruck, über Westeuropa baut sich bereits neuer Hochdruck auf. Zieht das Tief nach Osten ab, gewinnt das Hoch die Oberhand.

Ab Montag beruhigt sich das Wetter. Von Westen setzt sich höherer Luftdruck durch und lenkt mildere Luft aus Südwesten nach Deutschland.

Zur Wochenmitte sind im Süden und Südwesten nach dem 16-Tage-Trend von wetter.com verbreitet wieder Werte um 18 Grad drin. Einzelne Modellläufe sehen im Südwesten 20 Grad, örtlich sogar 22 Grad.

Zwischen der kältesten Frostnacht und dem wärmsten Nachmittag lägen im Extremfall nur wenige Tage und mehr als 20 Grad Unterschied.

Regen gegen die Dürre: Warum der Einbruch gelegen kommt

So ungemütlich die nächsten Tage werden, Böden und Flüsse brauchen den Regen dringend. In vielen Regionen ist es nach dem Hitzesommer weiterhin deutlich zu trocken.

Wie tief das Defizit reicht, hat das Portal in einer Auswertung zu Europas Flüssen beschrieben: Sie führten 2026 so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht.

Ein verregnetes Wochenende gleicht ein Defizit aus Monaten nicht aus. In den westlichen Mittelgebirgen, wo bis zu 50 Liter fallen können, kommt der Regen für Wälder und Felder dennoch zur rechten Zeit.

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Wie lange hält der goldene Oktober? Der Norden bleibt kühl

Wie kräftig das neue Hoch ausfällt und wie lange es sich hält, ist noch offen. Ebenso unklar bleibt, wie weit die milde Luft nach Norden vorankommt. Ob das Hoch bis ins letzte Oktoberdrittel trägt, zeigen erst die Modellläufe der nächsten Tage.

Nach heutigem Stand gilt das Comeback dem Süden, nicht dem ganzen Land. Im Norden bleibt es kühler und wechselhafter, das Temperaturgefälle innerhalb Deutschlands dürfte deutlich ausfallen.

Wer zwischen Oberrhein und Bodensee einen Herbstausflug plant, setzt am besten auf die zweite Wochenhälfte. An Nord- und Ostsee bleibt die Jacke vorerst griffbereit.

Für den Südwesten halten einzelne Modelle bis zu 22 Grad für möglich, das wären fünf Grad mehr als der Höchstwert vom Freitag.

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