2. Bundesliga

Loblied auf den Ex: Dynamo-Trainer Stamm hat beste Erinnerungen an Meißner

Dynamo Dresden will bei Aufsteiger VfL Osnabrück einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller der 2. Bundesliga machen. Es kommt zu einem Wiedersehen.

3 Min
Bei Dynamo Dresden kam Stürmer Robin Meißner (l.) unter Trainer Thomas Stamm vor seinem Wechsel nur noch selten zum Zug.

Bei Dynamo Dresden kam Stürmer Robin Meißner (l.) unter Trainer Thomas Stamm vor seinem Wechsel nur noch selten zum Zug.

© IMAGO/Jörg Halisch

Zur Pokal-Sensation reichte es Anfang September für Robin Meißner und den VfL Osnabrück im Spiel gegen den FC Bayern nicht. Dafür sorgte der Angreifer des Zweitliga-Aufsteigers mit einem absoluten Traumtor zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung für großes Aufsehen. Seit einigen Tagen steht der Treffer des Stürmers zur Auswahl für das Tor des Monats.

Ordentlicher Saisonstart mit Osnabrück

Auch abgesehen vom Sahnestück gegen die Bayern läuft es für den gebürtigen Hamburger in diesen Tagen richtig gut. Mit Osnabrück – von vielen Experten vor Saisonbeginn als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt – ist er mit sieben Punkten ziemlich ordentlich in die Saison gestartet. Am Donnerstag feierte er seinen 27. Geburtstag und am Sonnabend (13 Uhr) will er sich mit drei Punkten im Spiel gegen Ex-Klub Dynamo Dresden nachträglich selbst beschenken.

Zwischen 2023 und 2025 spielte er zwei Jahre für die Sachsen, absolvierte an der Elbe 69 Pflichtspiele, in denen ihm 15 Tore gelangen. Unter Trainer Thomas Stamm kam er überwiegend aber nur als Einwechselspieler zum Zug. Angesprochen auf Meißner, wollte Stamm die Behauptung auf der Pressekonferenz aber nicht stehen lassen, mit dem Stürmer habe in Dresden „nicht ganz so nach Wunsch geklappt“. „Ich habe ehrlicherweise eine andere Meinung“, entgegnete der Dynamo-Trainer dem fragenden Journalisten. „Er hatte seine beste Phase im 3-5-2-System, als ich hier angefangen habe. Ich kann mich an viele Spiele erinnern, in denen er sehr erfolgreich war, als das System auf ihn zugeschnitten war“, führte der 43-Jährige aus.

Mittlerweile bejubelt Robin Meißner seine Tore für den VfL Osnabrück.

Mittlerweile bejubelt Robin Meißner seine Tore für den VfL Osnabrück.

© IMAGO/osnapix / Michael Titgemeyer

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Am Ende allerdings trennten sich die Wege und Meißner suchte sich eine neue sportliche Herausforderung an der Bremer Brücke. Dort hat er inklusive seines Traumtors gegen die Bayern in sieben Pflichtspielen bislang dreimal geknipst. „Gegen Ex-Vereine zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Gerade dann, wenn man dort noch viele Leute kennt“, sagt der gebürtige Hamburger. Allzu viel Platz will er dem bevorstehenden Wiedersehen in seiner Gefühlswelt aber nicht einräumen, verweist stattdessen auf die sportliche Ausgangssituation: „Die Tabellenposition spiegelt nicht die Qualität wider, die sie in der Mannschaft haben. Wir wissen um ihre Stärken, wissen aber auch, was wir können.“ Die Stärken des Tabellen-17. gelte es „zu minimieren“, während man die eigenen Vorzüge optimal zur Geltung bringen möchte.

Drei Hamburger in der Auswahl

Bliebt noch die Frage offen, ob Meißners Treffer gegen die Bayern auch ganz offiziell zum Tor des Monats September gewählt wird. Kurios: In Felix Nmecha (Borussia Dortmund) und Julian Ulbricht (Waldhof Mannheim) sind noch zwei weitere gebürtige Hamburger in der Auswahl dabei. Bis zum 24. Oktober können die Zuschauer abstimmen.

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