Tourismus

Branchentreff in Parchim: Westmecklenburg sucht Wege zu Gästen ohne Auto

Die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg wollen beim Rufbus zusammenarbeiten, Schwerin plant ein neues Tourismuskonzept mit dem Umland.

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Branchentreff in Parchim: Fachleute diskutieren in Westmecklenburg über Tourismus, Mobilität und digitale Sichtbarkeit.

Branchentreff in Parchim: Fachleute diskutieren in Westmecklenburg über Tourismus, Mobilität und digitale Sichtbarkeit.

© Uwe Nölke

In Parchim haben am Mittwoch Vertreter aus Tourismus, Verwaltung, Politik und Wirtschaft über die Zukunft des Reiseverkehrs in Westmecklenburg beraten. Das teilte der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder mit, der den Branchentreff zusammen mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin ausrichtete. Treffpunkt war der Solitär Parchim. Thema waren Künstliche Intelligenz bei der Reiseplanung, Mobilität auf dem Land und die Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg.

Der stellvertretende Landrat von Ludwigslust-Parchim, Lukas Völsch, bezifferte die Ausgaben des Kreises für Breitband und Glasfaser in den vergangenen elf Jahren auf rund eine halbe Milliarde Euro. Der Ausbau sei damit aber noch nicht abgeschlossen. Christine Ennen, Leiterin der Tourismuszentrale der Hansestadt Wismar, verwies auf digitale Stadtführungen und die Wismar-App. Hintergrund ist, dass Gäste zunehmend KI-Programme zur Reiseplanung nutzen und Anbieter dort gefunden werden müssen.

Beim Nahverkehr geht es um die Frage, wie Gäste ohne eigenes Auto von der Unterkunft zu Ausflugszielen kommen. Zur Sprache kamen Rufbusse, die Mitnahme von Fahrrädern im Bus und Radwege. Die Kreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg tauschen sich dazu bereits aus. Nordwestmecklenburg wolle auf die Erfahrungen des Nachbarkreises mit dem Rufbus zurückgreifen, sagte die stellvertretende Landrätin Katrin Patynowski. Auch autonom fahrende Rufbusse seien langfristig ein Thema.

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Schwerin erarbeitet ein neues Tourismus- und Freizeitkonzept und will dabei das Umland einbeziehen, etwa über die neue Mobilitätsstation am Hauptbahnhof mit Fahrradangeboten. In vier Workshops ging es außerdem um digitale Sichtbarkeit, Tourismusstrukturen und neue Erwartungen der Gäste. Der Branchentreff soll 2027 fortgesetzt werden.

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