Schwerin hat im vergangenen Jahr einen neuen Übernachtungsrekord aufgestellt. Laut amtlicher Tourismusstatistik des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern zählte die Landeshauptstadt 443.245 Übernachtungen – ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde erstmals das bisherige Rekordjahr 2009, als die Bundesgartenschau stattfand, um 335 Übernachtungen übertroffen. Im Juli 2024 hatte Schwerin den Titel „Welterbestadt“ erhalten.
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Die Statistik erfasst allerdings nur Betriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten. Daneben gab es laut Stadt 158 weitere kleinere Ferienunterkünfte, deren Gäste nicht mitgezählt werden. Insgesamt standen 44 Beherbergungsbetriebe mit 3.178 Schlafgelegenheiten zur Verfügung – mehr als zur BUGA 2009, als es 2.861 Betten waren.
Ob 2026 erneut Rekorde fallen, ist offen. Martina Müller, Fachgruppenleiterin für Stadtmarketing, verwies auf die laufenden Baumaßnahmen der Deutschen Bahn auf der Strecke Hamburg–Berlin, die Schwerins Erreichbarkeit einschränken. Besonders Tagesgäste seien auf eine funktionierende Zuganbindung angewiesen. In der ersten Jahreshälfte rechne man daher mit einer verhaltenen Entwicklung der Gästezahlen.
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