Zum ersten Flutlichtspiel seit der Rückkehr in die 2. Bundesliga empfing der FC Energie Cottbus am Freitagabend den 1. FC Nürnberg, eine Mannschaft, die in der laufenden Spielzeit noch kein Spiel verloren hatte. Der FC Energie sah im Stadion der Freundschaft lange wie das Team aus, das als Sieger aus dem Spiel gehen würde, trennte sich nach einer packenden Partie aber mit 1:1 (0:0) vom Tabellenzweiten. Justin Butler sorgte für das Cottbuser Tor, Styopa Mkrtchyan traf für die Gäste.
Chancen auf beiden Seiten
Obwohl die Qualität der Einzelspieler der Gäste von Beginn an sichtbar wurde, waren es die Lausitzer, die das Spiel zu Beginn dominierten. Bereits in der 7. Minute hatte King Manu die erste Chance, Cottbus in Führung zu bringen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke erhielt er den Ball am 2. Pfosten, konnte Jan Reichert im Tor der Gäste aber nicht überwinden.
Cottbus schien, durch diese erste große Chance Mut gefasst zu haben. Tolcay Cigerci und Justin Butler besaßen in den folgenden Minuten weitere Möglichkeiten, sodass die Gastgeber bereits nach einer Viertelstunde fünfmal aufs Tor geschossen hatten, ohne dabei eine Nürnberg-Chance zuzulassen. Die größte Chance fehlte in dieser Statistik sogar: Butler hätte in der 9. Minute, nachdem Henry Rorig ihn im Strafraum bedient hatte, nur noch aufs leere Tor schießen müssen, traf aber den Ball nicht.
Aktivposten bei Cottbus: Justin Butler war fast immer beteiligt, wenn es gefährlich wurde.
© Frank Hammerschmidt/dpa
Auch Nürnberg kam in der Folge zu Chancen. King Manu musste als letzter Mann einen Konter gegen zwei Nürnberger stoppen (21.), Rorig störte Mohamed Ali Zoma erst im Strafraum entscheidend (24.), dann traf der Nürnberger Topstürmer freistehend nach Flanke nur über das Tor (25.). Unglücklich für Nürnberg: Es war die letzte Aktion des italienischen Nationalspielers. Wegen einer Verletzung an der Schulter musste Zoma ausgewechselt werden.
Trotzdem kamen die Franken nochmal zu großen Chancen, bevor die erste Halbzeit endete. In der 37. Minute traf Rayan Ghrieb zunächst den linken Pfosten, William Böving, der für Zoma gekommen war, setzte den Nachschuss knapp neben den rechten Pfosten.
Butler belohnt sich
Zur Halbzeit blieb es bei der torlosen Partie, die dem Spielverlauf nach unbedingt einen Treffer verdient gehabt hätte. So ging es auch nach der Pause weiter: Keine zwei Minuten, nachdem Schiedsrichter Felix Bickel die Partie wieder anpfiff, traf Butler per Kopfball knapp über die Latte.
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Und dann war es so weit: Nach einem Konter liefen zwei Cottbuser auf das Tor der Nürnberger zu. Leonardo Bittencourt bewahrte die Ruhe, legte quer und Butler schoss auf das leere Tor, das nun vor ihm stand, zu seinem 5. Saisontor und der 1:0-Führung ein (56.).
Während Cottbus sich in der Folge mit Kontern begnügte, übte die Elf von Nürnberg-Trainer Miroslav Klose in der Folge viel Druck aus. Piet Scobel scheiterte mit guten Versuchen noch an der Latte (77.) und Marcel Lotka (78.). Styopa Mkrtchyan machte es noch besser und traf zum Ausgleich (79.).
Cottbus reagierte darauf und spielte nun selbst wieder nach vorne. Am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr. Trotz der Enttäuschung durch den Ausgleich konnten die Lausitzer, nach dem 4:4 gegen den VfL Wolfsburg, erneut eines der Spitzenteams ärgern. Darüber konnten sich die Energie-Fans am Freitagabend nur bedingt freuen: Bei Spitzenreiter Hertha BSC nimmt man die Schützenhilfe aus Cottbus aber sicher gerne an.
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