Fußball

Licht und Schatten im Osten: Magdeburg glänzt, Dynamo und Cottbus straucheln

Nach vielversprechenden ersten 45 Minuten erleben Dynamo Dresden und Energie Cottbus späte Dämpfer. Einzig der 1. FC Magdeburg bleibt konsequent.

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Der 1. FC Magdeburg zeigt Stärke: Torschütze Emmanuel Iyoha (r.) feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Hannover 96.

Der 1. FC Magdeburg zeigt Stärke: Torschütze Emmanuel Iyoha (r.) feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Hannover 96.

© Christian Schroedter/Imago

45 Minuten lang schien es ein perfekter Sonnabend für den Ostfußball in der 2. Bundesliga zu werden. Dynamo Dresden führte in Osnabrück, der 1. FC Magdeburg lag gegen Hannover 96 mit zwei Toren vorn, Energie Cottbus hatte in Darmstadt früh getroffen und war beim 1:1 zur Pause voll im Spiel. Drei Mannschaften, drei aussichtsreiche Zwischenstände – und die Hoffnung, dass sich die starken ersten Halbzeiten auszahlen würden.

Doch nach dem Seitenwechsel zerfiel das Bild. Energie verspielte eine Führung und verlor 1:3, Dynamo gab den Sieg kurz vor Schluss aus der Hand. Nur Magdeburg blieb konsequent, gewann 3:0, machte aus einer guten ersten Hälfte einen souveränen Auftritt über 90 Minuten und schrieb eigene Zweitligageschichte: Zum ersten Mal hatte der Klub das dritte Heimspiel in Folge ohne Gegentor gewonnen.

1. FC Magdeburg nutzt Räume gegen Hannover

Dabei war es nicht so, dass alle drei Ostklubs nach der Pause plötzlich eingebrochen wären. Aber während Magdeburg auch auf Hannovers gesteigerte Aktivität Antworten fand, verloren Energie und Dynamo zunehmend die Kontrolle über ihre Spiele. Die Unterschiede zeigten sich vor allem in der Schlussphase: Der FCM nutzte die Räume, die sich ihm boten. Cottbus und Dresden mussten dagegen späte Gegentreffer hinnehmen – und standen am Ende mit deutlich weniger da, als zur Halbzeit möglich schien.

Dabei hätte Energie in Darmstadt schon vor dem Ausgleich für klarere Verhältnisse sorgen können. Justin Butler brachte die Lausitzer bereits in der vierten Minute in Führung, anschließend vergaben Tolcay Cigerci und Butler aussichtsreiche Chancen. Statt eines möglichen Zwei- oder Drei-Tore-Vorsprungs traf Noah Weißhaupt in der 36. Minute zum 1:1.

Nach der Pause wurde Darmstadt zunächst aktiver, ehe die Partie zwischenzeitlich verflachte. In der Schlussphase aber nutzten die Gastgeber ihre Überlegenheit: Aleksandar Vukovic köpfte nach einer Ecke von Duijvestijn in der 77. Minute das 2:1, Yannik Lührs sorgte in der 88. Minute für den Endstand. Cottbus hatte die Chance auf einen Auswärtssieg – und ließ sie liegen.

Freude wollte bei den Spielern der SG Dynamo Dresden vor den mitgereisten Fans in Osnabrück nach dem verschenkten Sieg nicht aufkommen.

Freude wollte bei den Spielern der SG Dynamo Dresden vor den mitgereisten Fans in Osnabrück nach dem verschenkten Sieg nicht aufkommen.

© Eibner/Imago

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Dynamo war in Osnabrück lange auf Kurs. Die Dresdner bestimmten das Spiel und gingen in der 38. Minute durch Niklas Hauptmann in Führung. Nach der Pause änderte sich das Bild. Osnabrück brachte mit mehreren Wechseln neue Energie auf den Platz, übernahm zunehmend die Kontrolle und drängte auf den Ausgleich.

Drei Minuten vor dem Ende war Robin Fabinski nach einer zunächst geklärten Ecke zur Stelle und köpfte zum 1:1 ein. Für Dynamo blieb damit statt des erhofften Befreiungsschlags nur ein Punkt.

Magdeburg machte vor, wie sich eine gute Ausgangslage verteidigen und ausbauen lässt. Schon in der dritten Minute brachte Moritz-Broni Kwarteng den FCM in Führung, Emmanuel Iyoha erhöhte in der 30. Minute. Hannover trat nach der Pause zwar aktiver auf, fand aber keine entscheidenden Mittel.

Magdeburg blieb gefährlich und schlug in der 86. Minute noch einmal zu: Mateusz Zukowski startete nach einem Steilpass von Chavez in der eigenen Hälfte, entkam der aufgerückten Abwehr und traf zum 3:0. Während Energie und Dynamo in der Schlussphase Gegentore kassierten, setzte der FCM selbst den Schlusspunkt.

Dynamo Dresden erwartet FCM zum Elb-Clasico

Damit bekommt der nächste Spieltag aus Ost-Sicht eine besondere Spannung. Am Sonntag (13.30 Uhr) treffen Magdeburg und Dynamo im direkten Elb-Clasico-Duell aufeinander – der FCM mit einem überzeugenden Sieg im Rücken, Dresden nach dem späten Ausgleich unter Druck.

Energie muss schon am Freitagabend (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg reagieren. Der Sonnabend hat gezeigt, wie schnell sich die Stimmung drehen kann: Zur Pause war für alle drei Klubs viel drin, am Ende konnte nur Magdeburg den Ertrag sichern.

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