Zeugenaufruf

Nach Brand in Wismar: RE8 fährt wieder – Platter Kamp und Bahnstrecke frei

Nach dem Teilabriss der alten Malzfabrik „Wismaria“ in Wismar sind der Platter Kamp und die angrenzenden Bahngleise wieder frei. Die Polizei sucht Zeugen.

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Nach dem Großbrand der Malzfabrik in Wismar wurde wegen Einsturzgefahr das Dachgeschoss abgetragen.

Nach dem Großbrand der Malzfabrik in Wismar wurde wegen Einsturzgefahr das Dachgeschoss abgetragen.

© Jens Büttner/dpa

Nach dem Großbrand in der alten Malzfabrik „Wismaria“ normalisiert sich die Verkehrslage in Wismar. Der Platter Kamp ist wieder für Fahrzeuge sowie Fußgänger freigegeben. Auch auf den benachbarten Bahngleisen können wieder Züge verkehren.

„Seit Mitternacht fährt der RE8 wieder“, sagt Dietmute Graf, die Sprecherin der ODEG. Wegen des Brandes und der Gefahr herabstürzender Gebäudeteile war der Bahnverkehr zwischen Wismar und Bad Kleinen auf der Regionalstrecke nach Berlin unterbrochen. Für betroffene Fahrgäste hatte die Ostdeutsche Eisenbahn einen Ersatzverkehr eingerichtet.

Dachgeschoss der Malzfabrik „Wismaria“ abgetragen

Voraussetzung für die Freigabe der Verkehrswege waren Sicherungsarbeiten an der schwer beschädigten Brandruine. Am Montag wurden einsturzgefährdete Gebäudeteile kontrolliert entfernt.

„Wir haben das Dachgeschoss der Malzfabrik zur Gefahrenabwehr gestern abgenommen“, sagt Marco Trunk, Sprecher der Stadt Wismar. Nach Abschluss dieser Arbeiten konnten sowohl die Straße Platter Kamp als auch die angrenzende Bahnstrecke wieder freigegeben werden.

Das Feuer war am 18. Oktober gegen 16 Uhr der Leitstelle gemeldet worden. Der Brand beschädigte das leer stehende Gebäude erheblich. Aufgrund der Nähe zur Straße und zu den Bahngleisen mussten die umliegenden Verkehrswege gesperrt werden. Es entstand eine weithin sichtbare Rauchwolke, die Anwohner mussten Türen und Fenster geschlossen halten.

Polizei sucht Zeugen nach Brand in Wismar

Die Polizei hat Ermittlungen zur Ursache des Feuers aufgenommen, sie vermutet Brandstiftung. Noch ist nicht abschließend geklärt, wie der Brand in der ehemaligen Malzfabrik ausbrechen konnte.

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Die Ermittler bitten Zeugen, sich zu melden. Gesucht werden insbesondere Personen, die sich am 18. Oktober gegen 16 Uhr im Bereich des Platter Kamps oder der alten Malzfabrik aufgehalten und verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Auch Foto- oder Videoaufnahmen aus dem Umfeld könnten für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Wie es mit dem beschädigten Gebäude weitergeht, ist derzeit noch offen. Die unmittelbar drohende Gefahr für Straße und Bahnstrecke ist nach Angaben der Stadt zunächst beseitigt. „Alles weitere muss der private Eigentümer entscheiden“, so Marco Trunk.

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