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Morgen ist Ursulatag: Diese Bauernregel entscheidet, ob es vor Weihnachten schneit

Bauernregel zum Ursulatag am 21. Oktober: Was bis Mittwoch erledigt sein muss und was der DWD für Simon und Juda am 28. Oktober beim Wetter erwartet.

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Schneeballschlacht vor Weihnachten? Eine alte Bauernregel zum Ursulatag macht Hoffnung, die Wettermodelle sind skeptischer. (Symbolbild)

Schneeballschlacht vor Weihnachten? Eine alte Bauernregel zum Ursulatag macht Hoffnung, die Wettermodelle sind skeptischer. (Symbolbild)

© IMAGO/lovleah

Am Mittwoch ist Ursulatag, und eine der bekanntesten Bauernregeln des Herbstes setzt genau dafür eine Frist: Bis dahin muss das Kraut vom Feld. Ausgerechnet ab diesem Tag wird das Wetter nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes unbeständig, zum Wochenende drohen Sturmböen. Wer auf weiße Weihnachten hofft, darf sich nach einer zweiten Ursula-Regel trotzdem freuen.

Ursulatag am Mittwoch: Bis morgen muss das Kraut vom Feld

„An Ursula muss das Kraut hinein, sonst schneien Simon und Juda drein.“ So steht es schon in alten Bauernkalendern, die die Badische Landesbibliothek digitalisiert hat. Simon und Judas Thaddäus haben ihren Gedenktag am 28. Oktober, genau eine Woche nach Ursula.

Gemeint ist der Weißkohl, aus dem das Sauerkraut für den Winter wurde. Wer die Köpfe zu lange auf dem Acker ließ, setzte den Vorrat für die kalten Monate aufs Spiel.

Heute läuft die Frist vor allem auf Balkon und Terrasse ab. Oleander und Zitrusbäumchen mögen keine Minusgrade und gehören spätestens jetzt ins Winterquartier.

Für die Nacht zum Dienstag hatte der DWD in der Mitte und im Osten bereits leichten Frost bis minus 1 Grad vorhergesagt. Aktuelle Frost- und Sturmwarnungen stehen im Warnportal des Wetterdienstes.

Sonne oder Regen? Morgen fällt die Schnee-Entscheidung

Weniger bekannt ist eine zweite Regel zum 21. Oktober, die das Portal wetterdienst.de überliefert: „Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein.“

Streng logisch folgt aus einem trüben Ursulatag gar nichts. Schneefans lesen die Regel trotzdem gern andersherum: Bleibt die Sonne weg, ist für Weihnachten noch alles drin.

Und die Sonne wird es morgen schwer haben. Am Mittwoch zieht Regen von West nach Ost, die Höchstwerte fallen auf 9 bis 14 Grad. Ab Freitag folgen stürmische Böen im Westen und Norden, an der Nordsee Sturmböen, wie die Berliner Zeitung über den heranziehenden Bombenzyklon berichtete.

90 Prozent: Die Zahl, die nach Eiswinter klingt

Noch kühner ist eine Regel für den ganzen Monat: „Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein.“ Der Wetterdienst Donnerwetter.de hat sie statistisch geprüft.

Das Ergebnis klingt nach Eiskratzer-Alarm: Ist der Oktober mindestens 1,5 Grad zu warm und zu trocken, folgt laut der Auswertung mit 90 Prozent Wahrscheinlichkeit ein zu kalter Winter, vor allem ein bitterkalter Januar.

Die erste Bedingung hat der Oktober 2026 locker erfüllt. Bis zum 11. Oktober lag er nach einer Auswertung von DWD-Rasterdaten 3,7 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020.

Bei der zweiten fällt er durch. Bis dahin waren 128 Prozent der üblichen Regenmenge gefallen.

79 Prozent: Der DWD hält dagegen

Der Deutsche Wetterdienst rechnet in seiner saisonalen Klimavorhersage mit einer Wahrscheinlichkeit von 79 Prozent für einen zu warmen Spätherbst. Kälteperioden schließt er aber auch innerhalb eines milden Winters nicht aus.

Die Ursula-Regel ist kein Wetterbericht. Sie ist ein Erntekalender, der festhält, ab wann es auf dem Feld ungemütlich wird.

Welche Macht Simon und Juda zugeschrieben wurde, zeigt ein Blick nach England. Dort galt der 28. Oktober als notorischer Regentag. Am Vorabend im Jahr 1536 regnete es laut dem Chronisten Holinshed so heftig, dass eine Schlacht zwischen den Truppen Heinrichs VIII. und Aufständischen in Yorkshire ausfallen musste.

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Simon und Juda am 28. Oktober: Kommt dann der Schnee?

„Wenn Simon und Judas vorbei, ist der Weg dem Winter frei“, heißt es in einer weiteren Variante. Klimatologisch passt das: In den letzten Oktobertagen sinkt die Durchschnittstemperatur rasch, Nachtfrost wird häufiger.

Einen Wintereinbruch bis ins Flachland zeigen die Modelle bisher nicht. Schon das kommende Wochenende nennt der DWD extrem unsicher, an Küsten und auf Gipfeln sind in der Nacht der Zeitumstellung sogar Orkanböen möglich.

Mit den Winterreifen sollte trotzdem niemand bis Simon und Juda warten. Bodenfrost ist um diese Jahreszeit der Normalfall: Bis Mitte Oktober gab es ihn nach einer Auswertung von 396 DWD-Stationen in 63 Prozent der Jahre.

Simon und Juda fällt in diesem Jahr auf einen Mittwoch, drei Tage nach der Zeitumstellung.

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