Kinderschutz

Rathaus in Greifswald: Kinder finden dort jetzt Hilfe als Notinsel

Ein Aufkleber am Gebäude zeigt den Kindern den Zufluchtsort. In der Stadt gibt es damit 50 solcher Anlaufstellen.

2 Min
Notinsel im Rathaus: Greifswalds Verwaltung unterstützt Kinder jetzt an einer weiteren Anlaufstelle.

Notinsel im Rathaus: Greifswalds Verwaltung unterstützt Kinder jetzt an einer weiteren Anlaufstelle.

© Marvin Medau

Das Rathaus in Greifswald ist seit Dienstag eine Notinsel für Kinder. Das teilte die Stadtverwaltung Greifswald mit. Ein Aufkleber am Gebäude am Markt zeigt Kindern, dass sie dort Hilfe bekommen. Gemeint sind Fälle wie ein Sturz, ein verlorener Hausschlüssel oder eine Lage, in der sich ein Kind bedroht oder unwohl fühlt.

Die Beschäftigten im Rathaus helfen zunächst selbst. Wenn nötig, rufen sie die Eltern oder weitere Hilfsdienste. Mit dem Rathaus zählt Greifswald 50 Notinseln. Das Netz baut die Stadt zusammen mit örtlichen Präventionspartnern weiter aus.

Das Modell stammt von der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Jedes teilnehmende Geschäft unterschreibt eine Selbstverpflichtung, bekommt den Aufkleber und hängt eine Handlungsanweisung mit den regionalen Notrufnummern aus. Als Notinseln eignen sich zum Beispiel Bäcker, Friseure, Apotheken, Banken und kleinere Supermärkte. Bundesweit zählt die Stiftung Hänsel+Gretel 271 Projektstandorte mit 17.245 Notinseln in 14 Bundesländern.

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