Die Patenschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) für Eisbär Knut hat den Steuerzahler rund 11 900 Euro gekostet. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ulrike Flach (FDP) hervor. Das Geld wurde aus dem Bundeshaushalt für Futter gezahlt. Gabriel hatte sich mit der Übernahme der Patenschaft von Knut auch zur Übernahme von Futterkosten für ein Jahr verpflichtet. Der Minister war persönlich bei der Weltpremiere der berühmten Berliner Handaufzucht am 23. März auf dem Bärenfelsen im Zoo dabei.Die vom Ministerium übernommenen Futterkosten für Knut entsprechen der üblichen Summe bei Patenschaften für größere Tiere im Zoo Berlin. Im Schnitt ist mit etwa 10 000 Euro zu rechnen. FDP-Politikerin Flach kritisierte die Knut-Patenschaft als eine "völlig unnötige und eigensinnige PR-Aktion", in deren Rahmen "knapp 12 000 Euro aus der Staatskasse freimütig verfüttert" wurden. Mehrere Unternehmen hätten sich um die Patenschaft des Eisbären gerissen. "Es gab keinen sinnvollen Grund dafür, dass der Steuerzahler hier in die Bresche springen musste." (sd.)
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