Die Metall- und Elektroindustrie in Sachsen hat seit September 2023 über 12.000 Arbeitsplätze verloren. Die Kapazitätsauslastung der Branche liegt laut dem neuen Konjunkturreport des Branchenverbandes Sachsenmetall bei 76 Prozent – der niedrigste Wert seit der Finanz- und der Coronakrise.
Ein Mini-Aufschwung für 2026 war zuletzt noch in Reichweite. Doch der anhaltende Irankrieg treibt die Energiepreise und bremst die Exportnachfrage. Das ifo-Institut senkte seine Wachstumsprognose für 2026 von 1,0 auf 0,8 Prozent – bei einer Eskalation auf nur noch 0,6 Prozent. Die USA haben China als Sachsens wichtigsten Exportmarkt abgelöst. Doch auch dorthin gingen die Ausfuhren 2025 um sechs Prozent zurück.
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„Selten zuvor traten so viele negative Entwicklungen zeitgleich auf. Unsere Industrie steht von allen Seiten unter Druck“, erklärte Sachsenmetall-Präsident Dr. Jörg Brückner. Die Politik in Bund und Freistaat müsse endlich die Steuer- und Abgabenlast senken und Bürokratie abbauen. „Anderenfalls wird sich die verhängnisvolle Abwärtsspirale, in der wir uns befinden, unvermindert weiterdrehen.“
Die Lage ist kein reines Branchen-Problem. Laut IHK-Konjunkturumfrage verzeichnet die sächsische Wirtschaft insgesamt den schlechtesten Beschäftigungssaldo seit der Finanzkrise 2009 – Corona ausgenommen. 24 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit Personalabbau.
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