Impfstoff-Streit

Corona: Michael Müller fordert einen „nationalen Impfplan“

Die Bundesländer müssten genau wissen, wann mit welchen Impfstoff-Lieferungen verlässlich zu rechnen sei, sagte der Regierende Bürgermeister.

Team News Mike Wilms mow/dpa
1 Min
Michael Müller (SPD) ist derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.

Michael Müller (SPD) ist derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.

© dpa/Bernd von Jutrczenka

Es sei Aufgabe des Bundes, die Beschaffung der Impfmittel zu übernehmen, sagte Müller. Eine verlässliche Zeitplanung sei dabei wichtig. „Denn daran hängen viele weitere Schritte: Die Einladungen müssen verschickt werden, die Impfungen geplant werden“, so der SPD-Politiker. „Wir können und wollen hier nicht länger auf Sicht fahren, auch weil wir den Menschen eine verlässliche Perspektive geben wollen.“ Müller hat zu den SPD-Länderchefs gehört, die sich für einen Impfgipfel eingesetzt hatten.

Angesichts erheblicher Kritik am schleppenden Impf-Beginn will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun am Montag über die Lage beraten. An der Videoschalte sollen die Ministerpräsidenten der Länder, mehrere Bundesminister, Impfstoffhersteller sowie Vertreter der EU-Kommission teilnehmen, die für die gesamte EU Impfstoff bei verschiedenen Herstellern einkauft.

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