WELMO ist auch für Beratung zur Elektromobilität zuständig
Das Förderprogramm wirtschaftsnahe Elektromobilität, kurz WELMO genannt, wurde im vergangenen September aufgelegt. „Seit Beginn sind 1494 Förderanträge eingegangen“, teilte Pops Verwaltung mit. Die IBB Business Team GmbH (ITB) der Investitionsbank Berlin nimmt die Anträge entgegen. Bislang wurden Zuschüsse für 1893 Elektrofahrzeuge beantragt, hieß es.
Ladepunkte, an denen leere Batterien in volle verwandelt werden können, werden vom Land Berlin ebenfalls gefördert – bis zu 50 Prozent der Kosten werden erstattet. Dazu gingen laut Wirtschaftsverwaltung seit Beginn des Programms 353 Anträge ein. Pro Schreiben dürfen mehrere Steckdosen beantragt werden.
Auch wer sich zum Thema Elektromobilität beraten lassen will, ist bei WELMO richtig. Allerdings ist hier die Zahl noch überschaubar. 50 Anträge dieser Art gingen bisher ein, so die Verwaltung.
Elektromobilität ist trotz Förderprogramms weiterhin ein Nischenprodukt
Das Programm richtet sich nicht an Privathaushalte. Ausschließlich Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen dürfen Anträge stellen. Auch wer gemeinnützig tätig ist, darf sich bei WELMO um einen Zuschuss bemühen. Wie viel Geld es gibt, hängt von den Fahrzeugklassen und der Antriebstechnik ab. Wer sich zum Beispiel einen Elektro-Pkw anschaffen will, bekommt für ein Batterie- oder Brennstoffzellenfahrzeug 4000 Euro. Handelt es sich um einen Plug-In-Hybrid, gibt es 3000 Euro.
Geht es dagegen um einen größeren Transporter oder Lieferwagen zur Güterbeförderung ab 2,25 Tonnen, kann der Käufer mit bis zu 8000 Euro Zuschuss rechnen. Sogar E-Roller und E-Bikes werden gefördert – mit 500 Euro pro Zweirad.
Anfang Januar waren in Berlin 4957 Elektrofahrzeuge zugelassen – 2713 batteriebetriebene Mobile und 2 244 Plug-in-Hybride. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres 2018 hatten 3452 E-Mobile auf ihrem Kennzeichen den Buchstaben „B“ wie Berlin – 2007 Batteriefahrzeuge sowie 1445 Plug-in-Hybride. Angesichts der großen Zahl von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die sich bei den Pkw in Berlin inzwischen auf mehr als 1,2 Millionen summiert, ist die Elektromobilität aber weiterhin ein Nischenprodukt.
Senatorin Ramona Pop fordert schnelles Handeln bei Elektromobilität
Trotzdem wertet die Wirtschaftsverwaltung die nun zu beobachtende Entwicklung als Erfolg. Zwar ist bislang nur ein kleiner Teil der bei WELMO beantragten E-Mobile ausgeliefert und zugelassen worden – bis Ende April waren es 180. Trotzdem sei absehbar, dass das Förderprogramm einen „großen Beitrag zur Elektrifizierung des Berliner Verkehrs leistet“, lautet das Fazit.
Für dieses Jahr stehen insgesamt zwei Millionen Euro bereit, bis Ende 2020 dauert das Förderprogramm an. „Die Klimakrise erfordert ein konsequentes Handeln, insbesondere auch bei der Mobilität“, so Senatorin Pop.
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