Aus Angst und Ehre geschwiegen: Bushido kämpft mit Tränen
Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, ist in dem seit sieben Monaten laufenden Prozess Nebenkläger und wichtigster Zeuge. Er wird von Personenschützern in den Gerichtssaal begleitet. Der Rapper bestätigte auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters, dass er sich noch immer in psychologischer Behandlung befinde.
Anklage: Straftaten zum Nachteil Bushidos
Laut Anklage soll es zu Straftaten zum Nachteil Bushidos gekommen sein, nachdem er 2017 die Beziehungen zu seinem Geschäftspartner aufgelöst habe. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an Bushidos Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Bushido sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche und einem Stuhl attackiert worden.
Prozess gegen Clanchef: Bushido zum 20. Mal im Zeugenstand
Bushido über Abou-Chaker: „Er und meine Frau brüllten sich an“
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 44-jährigen Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor. Drei Brüder des Clanchefs sind mitangeklagt. Die Männer schweigen bislang.
Der Rapper berichtete von einer Panikattacke, die er in einer Prozesspause im Landgericht erlitten habe. „Ich habe alles getan, damit es nicht auffällt“, sagte Bushido. Er wolle „gewissen Leuten keine Genugtuung verschaffen“. Er müsse sich als Zeuge auch seinen eigenen Fehlern stellen. „Ich hoffe, dass ich es mit erhobenem Haupt bis zum Ende durchhalte.“ Der Prozess wird am 12. April fortgesetzt.
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