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150 km/h und 50 Liter Regen: In der Nacht zur Zeitumstellung schlägt Sturm Manja zu

Sturmtief Manja: DWD warnt in der Nacht zur Zeitumstellung vor Orkanböen bis 150 km/h und bis zu 50 Liter Regen. Das Wetter für Sonntag und Montag.

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Bäume im Sturm: Tief Luise fegte am Freitag über Nordrhein-Westfalen, jetzt zieht Orkantief Manja heran.

Bäume im Sturm: Tief Luise fegte am Freitag über Nordrhein-Westfalen, jetzt zieht Orkantief Manja heran.

© Imago/Gottfried Czepluch

Nach Sturmtief Luise bleibt Deutschland nur ein halber Tag Pause: Ab dem Abend zieht von Westen Orkantief Manja heran und bringt in der Nacht zur Zeitumstellung schwere Sturmböen und kräftigen Regen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet an der Nordsee mit Böen der Stärke 10, auf dem Brocken mit bis zu 150 km/h. Wer am Sonntag mit Bahn oder Fähre unterwegs ist, muss mit Ausfällen rechnen.

Der Sturm teilt das Land. Am heftigsten trifft es die Nordseeküste, den Nordwesten und die westlichen Mittelgebirge, die geringste Sturmgefahr sehen die Meteorologen in Teilen des Ostens und Südostens.

Heute Nacht: Manja dreht auf – Orkanböen bis 150 km/h

Tagsüber lässt der Wind zunächst nach. Luise zieht laut DWD im Laufe des Samstags Richtung Ostsee und Dänemark ab, an der Küste und im Harz bleiben Sturmböen aber möglich. Dabei bleibt es grau und nass bei acht bis 14 Grad. Vor allem in der Mitte des Landes und an der Küste weht der Wind auch am Nachmittag kräftig.

Ab dem Abend frischt der Südwind im Westen wieder stürmisch auf. In der Nacht zum Sonntag erwartet der Wetterdienst verbreitet Sturmböen der Stärke 8 bis 9, an der Nordsee schwere Sturmböen der Stärke 10. Auf den Berggipfeln sind Orkanböen der Stärke 11 bis 12 möglich. Im Flachland des Westens und Nordwestens sind ebenfalls einzelne Sturmböen bis Stärke 9 drin, der Wind kommt dabei aus südlicher Richtung.

Wo genau Ihr Landkreis betroffen ist, zeigen die amtlichen Warnungen auf warnwetter.de und in der Warnwetter-App des DWD. Die Warnstufen werden in der Nacht laufend angepasst.

Sonntag mit Graupelgewittern, Montag nur noch 5 bis 12 Grad

Am Sonntag dreht der Wind auf Südwest bis West und bleibt kräftig. Vom Norden bis in die Mitte können einzelne Graupelgewitter mit Sturmböen durchziehen, an der Nordsee legt der Sturm noch einmal auf Stärke 10 bis 11 zu.

Die Temperaturen steigen am Sonntag auf zehn bis 14 Grad, am Oberrhein nach DWD-Prognose bis 17 Grad. Danach geht es abwärts: Am Montag kühlt es auf fünf bis zwölf Grad ab, im Norden und Osten gibt es noch Schauer.

Schon in der Nacht zum Montag wird es frisch: Die Tiefstwerte liegen dann bei elf bis vier Grad. An der See und im höheren Bergland bleibt es weiter stürmisch, der Regen zieht sich bis in die Alpen zurück.

50 Liter in zwölf Stunden: So viel wie sonst im ganzen Oktober

Die heikelste Zahl dieses Wochenendes betrifft den Regen. Im Stau der westlichen Mittelgebirge fallen laut DWD 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter, örtlich um 50 Liter. Auch das Allgäu bekommt kräftigen Regen ab.

Das Problem ist nicht die Menge, sondern das Tempo: Die 50 Liter fallen innerhalb von sechs bis zwölf Stunden. Im langjährigen Mittel kommen im ganzen Oktober laut wetter.com rund 56 Liter zusammen.

Bis zum Sonntagvormittag kann der Regen laut DWD teils „unwetterartige Mengen“ erreichen. Danach zieht er sich in die Regionen südlich der Donau zurück.

Zeitumstellung, Herbstferien, Sturmflutgefahr: Das trifft viele

Manja kommt in einer ungünstigen Nacht. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Viele Familien sind zudem in den Herbstferien an der Küste. Laut einer DWD-Meteorologin trifft Manja nach Angaben der Ruhr Nachrichten vor allem die Küstenregionen, den Nordwesten und das Bergland.

Schon Luise hatte am Freitag vor allem im Westen und Südwesten Menschen verletzt und den Bahnverkehr stark behindert, berichtet die Neue Westfälische. In Hamburg ist laut der Zeitung eine Sturmflut möglich. Im Fährverkehr zu den Inseln müssen sich Reisende laut auf Einschränkungen einstellen.

Luise war der erste kräftige Herbststurm des Jahres. Bis Mitte Oktober hatte noch ein Hochdruckgebiet mit viel Sonne und wenig Regen das Wetter bestimmt.

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Kommt danach der goldene Oktober zurück?

Zum Teil. Nach DWD-Einschätzung wird die neue Woche deutlich ruhiger. Am Montag und Dienstag weht es nur noch an den Küsten und in exponierten Hochlagen stürmisch.

Ab der Wochenmitte setzt sich zunehmend Hochdruck durch, es bleibt mild bis sehr mild. Das Portal wetterprognose-wettervorhersage.de hält schon für Dienstag im Westen und Südwesten örtlich 20 Grad für möglich. Für das Wochenende zum 1. November rechnet der Wetterdienst mit einer Mischung aus Sonne und zähem Nebelgrau.

Für Donnerstag, den 29. Oktober, erwartet der DWD nach jetzigem Stand keine markanten Wettergefahren mehr.

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