Corona-Regeln in Berlin

Infektionsschutzgesetz: Michael Müller sieht Ausgangssperre kritisch

Merkel will ein Gesetz durch den Bundestag bringen, das eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen bedeuten würde. Der Regierende sieht sich entmachtet.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
1 Min
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), ist zugleich Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), ist zugleich Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.

© Foto: Imago/Jürgen Heinrich

Bund und Länder waren vor neuen Beschlüssen in der Corona-Krise vom bisherigen Format der Ministerpräsidentenkonferenz abgerückt. Parlament und Bundesrat sollen nun möglichst schnell bundeseinheitliche Maßnahmen beschließen. Müller ist derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.

In einer Formulierungshilfe, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und die am Sonnabend an Fraktionen und Länder geschickt wurde, schlägt der Bund mehrere Maßnahmen für Landkreise vor, in denen binnen einer Woche eine Inzidenz von 100 Corona- Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner oder mehr registriert wird – das sind aktuell mehr als die Hälfte aller Landkreise in Deutschland.

Vorgeschlagen werden darin unter anderem Ausgangsbeschränkungen von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Dabei soll es nur wenige Ausnahmen geben, etwa für medizinische Notfälle, den Weg zur Arbeit oder die Versorgung von Tieren, nicht aber für abendliche Spaziergänge alleine.

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