Für ihre Studie begleiteten die Forscher 70.000 Menschen nach einer Corona-Infektion. Keiner der Betroffenen musste im Rahmen ihrer Covid-Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt werden. Dennoch starben in den ersten sechs Monaten nach ihrer Infektion zwei Prozent der Studienteilnehmer. Damit liege ihr Sterberisiko bis zu 60 Prozent höher als das von Nicht-Infizierten.
Experte: Engpass bei Therapie von Corona-Langzeitschäden droht
Long-Covid: Plötzlich haut dich Corona um! Der lange Weg zurück zur Normalität
Nach Corona-Infektion: Fast alle Organe in Mitleidenschaft gezogen
Als Grund für die erhöhte Sterblichkeit nennen die Forscher eine allgemeine Schwächung des Immunsystems, die sich demnach noch Monate nach der Covid-19-Erkrankung bemerkbar mache. In der Studie heißt es: „Die Ergebnisse zeigen, dass Covid-19-Überlebende über die akute Krankheit hinaus eine erhebliche Belastung ihrer Gesundheit erfahren, die sich über die Lungen bis hin zu weiteren Organsystemen erstreckt.“
Die Wissenschaftler stellten demnach bei den Studienteilnehmern Probleme mit den Atemwegen, Störungen des Nervensystems, psychische Störungen, Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Störungen, Magen-Darm-Störungen, Unwohlsein, Müdigkeit, Schmerzen des Bewegungsapparates und Anämie fest.
Ärzte erwarten Zunahme von Corona-Spätfolgen bei Jugendlichen
Abschließend warnen die Forscher vor einer drohenden allgemeinen Belastung des Gesundheitssystems durch Long Covid. Es sei zu erwarten, dass angesichts der steigenden Infektionszahlen auch die Anzahl der Menschen steigen werde, die von Long Covid betroffen sein wird. Diese bräuchten zunehmend ärztliche Hilfe.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]